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Kategorie Technische Dokumentation

Technische Dokumentation erstellen Prozess

Wer technische Dokumentation erstellen lassen will, wählt zwischen Team, Freelancer und Dienstleister – die Kriterien im Überblick.

Technische Dokumentation erstellen Prozess

Technische Dokumentation erstellen bedeutet in der Praxis immer zwei Entscheidungen zugleich: welchen Ablauf man von der Analyse bis zur fertigen Anleitung wählt – und wer diesen Ablauf umsetzt. Während die Grundlagen zu Inhalt und Aufbau technischer Dokumentation an anderer Stelle ausführlich erklärt sind, geht es hier ausschließlich um die Frage, mit welchem Team, welcher Rolle oder welchem Anbieter der Prozess tatsächlich funktioniert.

Die Prozessschritte, die jede Lösung durchlaufen muss

Unabhängig davon, wer am Ende schreibt, folgt technische Dokumentation immer einem ähnlichen Grundgerüst: Anforderungen und Zielgruppe klären, Inhalte recherchieren, Struktur festlegen, Texte und Grafiken erstellen, fachlich und sprachlich prüfen lassen, freigeben und anschließend pflegen. Dieser letzte Punkt wird oft unterschätzt – ein Produkt ändert sich, also muss auch die Dokumentation regelmäßig aktualisiert werden.

Genau an diesen Schritten lässt sich messen, ob eine interne Stelle, ein Freelancer oder ein externer Dienstleister die bessere Wahl ist. Wichtige Kriterien sind dabei:

  • Wie tief ist Fachwissen über das eigene Produkt nötig?
  • Wie regelmäßig fällt Dokumentationsarbeit an – einmalig oder dauerhaft?
  • Welche Normen oder gesetzlichen Vorgaben müssen eingehalten werden, etwa bei Maschinen oder Medizinprodukten?
  • Wie schnell muss reagiert werden, wenn sich ein Produkt ändert?

Eine eigene Stelle für technische Dokumentation schaffen

Viele Unternehmen mit regelmäßigem Dokumentationsbedarf schreiben irgendwann eine feste technische Dokumentation Stelle aus. Wer nach technische Dokumentation Jobs sucht, findet entsprechend häufig Ausschreibungen in Maschinenbau, Elektrotechnik, Softwarefirmen oder Medizintechnik – Branchen mit hoher Regelungsdichte und ständig wechselnden Produktversionen.

Der Vorteil einer festen Stelle liegt im Produktwissen: Wer täglich mit dem Entwicklungsteam zusammensitzt, versteht technische Details schneller und kann Änderungen unmittelbar in die Dokumentation einpflegen. Das macht sich vor allem bei komplexen, sicherheitsrelevanten Produkten bezahlt, bei denen jede Ungenauigkeit ein Haftungsrisiko darstellt.

Der Nachteil ist der Fixkostenaufwand: Eine volle Stelle lohnt sich erst, wenn tatsächlich kontinuierlich Arbeit anfällt. Bei einem einzelnen Produkt oder saisonalen Projekten bleibt eine festangestellte Fachkraft häufig unterausgelastet – dann sind flexiblere Modelle wirtschaftlicher.

Freelancer als flexible Zwischenlösung

Freiberufliche technische Redakteure eignen sich, wenn Dokumentationsarbeit projektbezogen anfällt, etwa für ein neues Produkt oder eine einmalige Überarbeitung veralteter Anleitungen. Sie bringen oft Erfahrung aus mehreren Branchen mit und können sich schnell in neue Themen einarbeiten, ohne dass ein Unternehmen langfristige Personalkosten trägt.

Die Grenze dieses Modells liegt in der Verfügbarkeit und im fehlenden internen Wissen: Ein Freelancer kennt das Produkt zu Beginn nicht und muss erst eingearbeitet werden, was bei sehr komplexer Technik Zeit kostet. Zudem sind gute Freelancer oft ausgebucht, was die Planung bei engen Terminen erschwert. Für einmalige oder klar abgegrenzte Aufträge ist diese Lösung dennoch häufig der wirtschaftlichste Mittelweg zwischen Festanstellung und Agentur.

Externe Dienstleister und Agenturen beauftragen

Ein technische Dokumentation Dienstleister übernimmt den gesamten Prozess als Paket: von der ersten Analyse über Text und Layout bis zur Übersetzung in mehrere Sprachen. Das ist besonders dann sinnvoll, wenn ein Unternehmen weder Zeit noch internes Know-how für Aufbau und Pflege eines eigenen Redaktionsprozesses hat, aber gleichzeitig hohe Qualitäts- und Normanforderungen erfüllen muss.

Dienstleister bringen eingespielte Teams mit, die neben Redakteuren oft auch Grafiker, Übersetzer und Qualitätsprüfer stellen. Das beschleunigt größere Projekte erheblich und sichert einen einheitlichen Qualitätsstandard über viele Dokumente hinweg. Der Preis dafür sind höhere Kosten pro Auftrag und eine gewisse Abhängigkeit: Ohne internes Wissen bleibt das Unternehmen bei jeder Änderung auf externe Unterstützung angewiesen.

Sinnvoll ist dieses Modell vor allem für Unternehmen mit stark schwankendem Dokumentationsaufkommen, für internationale Produkte mit vielen Sprachversionen oder für Betriebe, die eine bestehende Dokumentation grundlegend modernisieren wollen, ohne dafür eigenes Personal aufzubauen.

Software und Tools als Ergänzung, nicht als Ersatz

Egal für welches Modell man sich entscheidet: Content-Management-Systeme für technische Dokumentation, Redaktionssysteme oder Terminologie-Datenbanken erleichtern den Prozess erheblich, indem sie Texte modular verwalten und Übersetzungen automatisch mit aktualisieren. Solche Werkzeuge ersetzen jedoch kein Fachwissen – sie strukturieren nur den Ablauf, den Menschen weiterhin inhaltlich verantworten.

Für kleine Unternehmen kann bereits ein einfaches, konsequent gepflegtes Dokumentensystem ausreichen. Größere Betriebe mit vielen Produktvarianten profitieren dagegen deutlich von spezialisierter Software, weil sich Inhalte dort wiederverwenden lassen, statt jede Anleitung neu zu schreiben. Die Wahl des Werkzeugs sollte daher stets von der gewählten Personallösung abhängen, nicht umgekehrt.

Fazit: Welches Modell passt zu welchem Bedarf?

Wer dauerhaft und in hoher Frequenz technische Dokumentation erstellen muss, fährt mit einer festen Stelle meist am besten, weil Produktwissen intern bleibt. Für einzelne Projekte lohnt sich ein Freelancer, während komplexe, mehrsprachige oder normintensive Vorhaben häufig am zuverlässigsten bei einem spezialisierten Dienstleister aufgehoben sind. Die richtige Wahl ergibt sich letztlich aus Umfang, Regelmäßigkeit und den fachlichen Anforderungen des jeweiligen Produkts – nicht aus einer pauschalen Präferenz für intern oder extern.

Über den Artikel

Autor
Jonas Krüger Autor bei taeglichinformiert.de
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Kategorie
Technische Dokumentation