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Pullover stricken für Anfänger: Kostenlose Anleitung
Eine kostenlose Anleitung für Pullover stricken für Anfänger: gerade Formen, einfache Maschen und klare Schritte ganz ohne Vorwissen.
Wer eine Anleitung für Pullover stricken für Anfänger kostenlos sucht, bekommt hier die einfachste Version davon: ein gerades Modell aus schlichten Rechtecken, ganz ohne Ärmelrundungen oder komplizierte Abnahmen. Die Grundlagen des Strickens werden an anderer Stelle ausführlich erklärt, hier geht es direkt an die konkrete Umsetzung. Die folgende Anleitung führt Schritt für Schritt durch Material, Maschenprobe, den geraden Grundschnitt und zwei einfache Varianten – als ärmelloser Pullunder oder als leichter Sommerpulli.
Material und Maschenprobe: das brauchst du vorher
Bevor die erste Masche angeschlagen wird, lohnt sich eine kurze Vorbereitung. Ein gerader Pullover für Einsteiger gelingt am einfachsten mit dickerem Garn, weil dabei weniger Maschen und Reihen für die gleiche Größe nötig sind und Fehler seltener passieren.
- Garn: mitteldickes bis dickes Garn (Lauflänge etwa 100–150 Meter pro 50 Gramm), am Anfang bevorzugt eine helle, einfarbige Wolle, weil sich Maschen darauf besser erkennen lassen.
- Nadeln: gerade Stricknadeln oder eine Rundstricknadel in der auf der Banderole empfohlenen Stärke, meist zwischen 4 und 6 mm.
- Zubehör: eine Stopfnadel zum Vernähen der Fäden und zum Zusammennähen der Teile, eine Schere und ein Maßband.
- Maschenmarkierer: praktisch, um sich Reihen oder Musterwechsel zu merken, aber nicht zwingend nötig.
Die Maschenprobe ist bei einem geraden Schnitt besonders wichtig, weil hier keine Rundungen oder Abnahmen kleine Ungenauigkeiten ausgleichen. Dazu strickt man ein Quadrat von etwa 12 x 12 Zentimetern im späteren Hauptmuster, wäscht es leicht an oder lässt es einen Tag liegen und misst dann in der Mitte, wie viele Maschen und Reihen auf 10 x 10 Zentimeter kommen. Aus diesem Wert lässt sich anschließend berechnen, wie viele Maschen für die gewünschte Breite angeschlagen werden müssen: Maschenzahl der Probe geteilt durch 10, multipliziert mit der gewünschten Breite in Zentimetern. Wer beispielsweise 18 Maschen auf 10 Zentimeter zählt und eine Vorderteilbreite von 50 Zentimetern möchte, schlägt rund 90 Maschen an. Diese kleine Rechnung ersetzt bei einem geraden Modell praktisch die ganze restliche Anleitungsarbeit.
Wie strickt man einen geraden Pullover für Anfänger?
Ein gerader Pullover besteht im Kern aus vier Rechtecken: Vorderteil, Rückteil und zwei Ärmel. Alle Teile werden einzeln gestrickt und am Ende zusammengenäht, was diese Form so beliebt für den Einstieg macht.
- Bündchen anschlagen: Die berechnete Maschenzahl anschlagen und etwa 5 bis 7 Zentimeter im Bündchenmuster (zum Beispiel 2 rechts, 2 links) stricken. Das Bündchen sorgt dafür, dass der Saum sich nicht einrollt und in Form bleibt.
- Hauptteil stricken: Danach ins Hauptmuster wechseln. Für Anfänger eignet sich glatt rechts (eine Reihe rechte Maschen, eine Reihe linke Maschen) oder, noch einfacher, kraus rechts, bei dem jede Reihe rechts gestrickt wird und die Ränder sich nicht einrollen.
- Bis zur gewünschten Länge weiterstricken: Ohne jede Zu- oder Abnahme geradeaus stricken, bis das Teil etwa 3 bis 4 Zentimeter vor der gewünschten Gesamtlänge angekommen ist – dieser Rest wird für den Halsausschnitt gebraucht.
- Halsausschnitt formen: Beim Vorderteil in der letzten Reihe die mittleren Maschen (etwa ein Drittel der Gesamtmaschenzahl) auf eine Hilfsnadel legen oder abketten und links und rechts davon getrennt zu Ende stricken, sodass zwei Schulterpartien entstehen. Beim Rückteil kann der Ausschnitt flacher oder ganz gerade bleiben.
- Ärmel stricken: Am Bündchen mit weniger Maschen beginnen und alle paar Reihen auf jeder Seite eine Masche zunehmen, bis die gewünschte Oberarmbreite erreicht ist. Wer Zunahmen vermeiden möchte, kann ersatzweise einen durchgehend geraden Ärmel stricken, der etwas weiter ausfällt.
- Teile zusammennähen: Zuerst die Schultern mit dem Matratzenstich verbinden, dann die Ärmel einsetzen und schließlich die Seiten- und Ärmelnähte schließen. Der Matratzenstich verläuft entlang der Maschenreihen und ist von außen kaum sichtbar.
- Fäden vernähen: Alle losen Fadenenden mit der Stopfnadel etwa fünf Zentimeter in die Rückseite der Arbeit einweben und abschneiden.
Diese sieben Schritte reichen für einen kompletten, tragbaren Pullover aus. Wer unsicher ist, wie groß die einzelnen Teile werden sollen, kann ein bereits passendes Kleidungsstück flach hinlegen und die Maße für Breite, Länge und Ärmel einfach abnehmen.
Variante ohne Ärmel: einen geraden Pullunder stricken
Noch einfacher als der Pullover mit Ärmeln ist ein gerader Pullunder, also ein ärmelloses Modell zum Überziehen. Wer die Grundtechnik erst einmal ohne Ärmeleinsetzen üben möchte, findet hier den idealen Einstieg, denn Vorder- und Rückteil werden genau wie oben beschrieben gestrickt, nur ohne die zwei Ärmelrechtecke.
Für die Armausschnitte reicht es bei einer geraden Form aus, an den oberen Seitenkanten schlicht keine zusätzlichen Maschen zuzunehmen und die Kante später mit einem kurzen Bündchen einzufassen. Dafür werden nach dem Zusammennähen der Schultern am Armausschnitt Maschen aus der Kante aufgenommen und zwei bis drei Runden im Bündchenmuster gestrickt, bevor die Maschen locker abgekettet werden. Das gleiche Bündchen eignet sich auch für den Halsausschnitt, sodass am Ende alle Kanten sauber und dehnbar wirken.
Ein solcher Pullunder braucht deutlich weniger Garn und Zeit als eine Variante mit Ärmeln und lässt sich gut über einem Hemd oder einer Bluse tragen. Für Einsteiger ist er außerdem ein guter Test, ob die berechnete Maschenprobe wirklich zur gewünschten Größe passt, bevor man sich an ein größeres Projekt mit Ärmeln wagt.
Sommerpulli anpassen und Alternative: Pullover häkeln statt stricken
Die gleiche gerade Grundform lässt sich mit wenigen Änderungen in einen leichten Sommerpulli verwandeln. Statt dicker Wolle kommt dabei ein luftiges Garn aus Baumwolle, Leinen oder einer Mischung mit Viskose zum Einsatz, das auf warmer Haut angenehmer sitzt als reine Schurwolle.
- Länge kürzen: Ein Sommermodell darf ruhig kürzer ausfallen, etwa auf Höhe der Hüfte statt darüber hinaus.
- Ärmel weglassen oder kürzen: Entweder ganz auf Ärmel verzichten wie beim Pullunder oder nur kurze Ärmel bis zum Oberarm stricken.
- Lockerer stricken: Mit etwas dickeren Nadeln als vom Garn empfohlen entsteht ein luftigeres, netzartigeres Maschenbild, durch das Luft besser zirkulieren kann.
- Muster einbauen: Einfache Lochmuster oder ein simples Streifenmuster aus zwei Farben lockern die glatte Fläche optisch auf, ohne die Technik zu verkomplizieren.
Wer die Nadeltechnik des Strickens als zu anspruchsvoll empfindet, kann dieselbe Grundidee auch mit einer Anleitung für Pullover häkeln für Anfänger umsetzen. Beim Häkeln entsteht die Fläche mit einer einzigen Häkelnadel statt zwei Stricknadeln, was für manche Einsteiger leichter zu kontrollieren ist, weil jeweils nur eine aktive Masche auf der Nadel liegt. Auch hier bilden zwei bis vier Rechtecke die Basis: mit festen Maschen oder Stäbchen in Reihen häkeln, am Ende ebenfalls zusammennähen und Bündchen oder eine Häkelkante für Hals- und Armausschnitt ergänzen. Häkelmaschen wachsen in der Regel schneller als Strickmaschen, sodass ein Häkelpullover oft etwas zügiger fertig wird, dafür fällt das Maschenbild meist etwas dichter und weniger elastisch aus als eine gestrickte Fläche. Beide Techniken lassen sich für die hier beschriebene gerade Form gleichermaßen nutzen, die Wahl hängt vor allem davon ab, mit welchem Werkzeug man sich wohler fühlt.
Fazit
Ein gerader Pullover aus einfachen Rechtecken ist der unkomplizierteste Weg, ein selbst gestricktes Kleidungsstück von Anfang bis Ende fertigzustellen. Mit einer sorgfältigen Maschenprobe, dem beschriebenen Ablauf aus Bündchen, Hauptteil, Halsausschnitt und Zusammennähen lässt sich das Projekt ohne Vorkenntnisse in Rundstricken oder komplizierten Abnahmen umsetzen. Wer noch unsicherer ist, startet am besten mit dem ärmellosen Pullunder, passt das Modell für den Sommer mit leichterem Garn an oder greift alternativ zur Häkelnadel – die Grundlogik aus geraden Flächen bleibt in jedem Fall dieselbe.
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Über den Artikel
- Autor
- Anna Hoffmann Autor bei taeglichinformiert.de
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