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Bumerangferse stricken für Anfänger: Anleitung
Bumerangferse stricken: Anleitung für Anfänger mit Schritt-für-Schritt-Erklärung, Grundbegriffen und Tipps für eine perfekt sitzende Sockenferse.
Die Bumerangferse ist eine Fersentechnik beim Sockenstricken, bei der die Ferse direkt im Rundstricken mit sogenannten verkürzten Reihen eingearbeitet wird, ohne dass später Maschen aufgenommen werden müssen. Wer eine bumerangferse stricken anleitung für anfänger sucht, findet hier eine verständliche Schritt-für-Schritt-Erklärung samt aller Grundbegriffe, die man dafür kennen sollte. Die Technik wirkt auf den ersten Blick kompliziert, lässt sich aber mit etwas Geduld und der richtigen Reihenfolge gut nachvollziehen. Im Folgenden wird erklärt, was die Bumerangferse ausmacht, welches Material sinnvoll ist, welche Fachbegriffe man kennen muss und wie man die Ferse konkret Reihe für Reihe strickt. Außerdem gibt es Hinweise zu typischen Fehlern, zur Passform und zum Vergleich mit anderen Fersenarten.
Was ist eine Bumerangferse überhaupt?
Die Bumerangferse gehört zur Familie der Kurzreihenfersen, also der Fersentechniken, die mit verkürzten Reihen gearbeitet werden. Der Name kommt daher, dass die fertige Ferse eine keilförmige, an einen Bumerang erinnernde Form hat, die sich sanft in die runde Fußform der Socke einfügt. Im Gegensatz zu manchen anderen Fersentypen wird bei dieser Methode nicht mit einer separaten Fersenwand und anschließendem Maschenaufnehmen gearbeitet, sondern die Ferse entsteht direkt aus der laufenden Rundstrickarbeit heraus.
Praktisch bedeutet das: Man strickt die Socke in Runden, bis man an die Stelle kommt, an der die Ferse sitzen soll. Dann wird ein Teil der Maschen, meist die Hälfte der Gesamtmaschenzahl, für die Ferse abgeteilt und in Hin- und Rückreihen bearbeitet, statt weiter in Runden zu stricken. Durch das gezielte Verkürzen jeder Reihe entsteht Schritt für Schritt die typische Keilform, die den Fuß rund um die Ferse formt.
Ein großer Vorteil dieser Technik ist, dass sie ohne zusätzliches Aufnehmen von Randmaschen auskommt, wodurch weniger Nahtstellen und potenzielle Löcher entstehen. Zudem lässt sich die Bumerangferse gut an unterschiedliche Fußformen anpassen, da man die Anzahl der Reihen und die Tiefe der Ferse flexibel steuern kann. Für Anfänger ist sie deshalb eine gute Wahl, sobald die Grundtechniken des Sockenstrickens sitzen, auch wenn die verkürzten Reihen anfangs ungewohnt wirken.
Wichtig zu wissen ist außerdem, dass die Bumerangferse in verschiedenen Varianten existiert. Manche Anleitungen arbeiten mit sogenannten Umschlägen, andere mit der deutschen Methode der doppelten Masche. Beide Varianten verfolgen dasselbe Ziel: an der Wendestelle jeder Kurzreihe ein Loch zu vermeiden, das sonst durch das abrupte Wenden der Strickrichtung entstehen würde.
Material und Werkzeug für die Bumerangferse
Für das Stricken einer Socke mit Bumerangferse braucht man grundsätzlich nichts anderes als für jedes normale Sockenprojekt. Am gebräuchlichsten ist Sockenwolle, also ein Garn mit einem gewissen Polyamidanteil, das strapazierfähig und meist maschinenwaschbar ist. Die Lauflänge und Nadelstärke richten sich nach der jeweiligen Anleitung, üblich sind Nadelstärken zwischen 2 und 3,5 Millimetern.
Gestrickt wird die Ferse in der Regel auf demselben Nadelspiel oder derselben Rundstricknadel, mit der auch der Rest der Socke entsteht. Wer mit einem klassischen Nadelspiel aus vier oder fünf Nadeln arbeitet, teilt die Fersenmaschen einfach auf eine oder zwei Nadeln um, während die restlichen Maschen für später auf den anderen Nadeln ruhen. Bei der Magic-Loop-Methode mit einer langen Rundstricknadel wird ähnlich verfahren: Ein Teil der Maschen wird beiseitegeschoben, während man die Ferse hin und her strickt.
Hilfreich, wenn auch nicht zwingend nötig, sind folgende Hilfsmittel:
- Maschenmarkierer, um sich die Mitte der Fersenmaschen oder den Übergang zwischen Ferse und Rist zu markieren
- Eine Maschenzählhilfe oder ein Blatt Papier, um Reihen mitzuzählen, da man beim Verkürzen leicht den Überblick verliert
- Eine stumpfe Sticknadel, falls die gewählte Variante am Ende noch einzelne Maschen vernähen oder verschließen muss
Wer zum ersten Mal eine Ferse dieser Art strickt, profitiert davon, mit einer helleren, glatten Wolle ohne starke Farbverläufe zu üben. So lassen sich die einzelnen Reihen und Wendepunkte besser erkennen, was gerade am Anfang die Orientierung deutlich erleichtert.
Wichtige Grundbegriffe, bevor es losgeht
Bevor man die eigentliche Anleitung Schritt für Schritt durchgeht, lohnt sich ein Blick auf die wichtigsten Fachbegriffe, da sie in fast jeder Strickanleitung vorausgesetzt werden.
- Verkürzte Reihen (Kurzreihen): Reihen, die nicht bis zum Ende gestrickt, sondern vorher gewendet werden. Genau das ist das Grundprinzip der Bumerangferse.
- Wendepunkt: Die Stelle in der Reihe, an der man die Strickrichtung umkehrt, statt weiterzustricken.
- Umschlag: Eine Technik, bei der der Faden einmal um die Nadel gelegt wird, bevor man wendet, um später ein Loch an der Wendestelle zu schließen.
- Doppelte Masche (deutsche Kurzreihen): Eine Alternative zum Umschlag, bei der die letzte Masche vor dem Wenden so behandelt wird, dass sie beim Zurückstricken wie zwei Maschen aussieht und entsprechend zusammengestrickt wird.
- Rechte und linke Maschen (RM/LM): Die beiden Grundmaschenarten, aus denen praktisch jedes Strickmuster besteht.
- Rist: Der obere Teil des Fußes zwischen Ferse und Zehen, der beim Sockenstricken meist unabhängig von der Ferse weitergestrickt wird.
Wer diese Begriffe einmal verinnerlicht hat, kann jeder Anleitung zur Bumerangferse deutlich leichter folgen, da die einzelnen Schritte im Grunde nur eine Wiederholung dieser Elemente in wechselnder Reihenfolge sind.
Bumerangferse stricken: Schritt-für-Schritt-Anleitung für Anfänger
Die folgende Anleitung beschreibt das Grundprinzip anhand einer Beispielsocke mit 60 Maschen insgesamt, wobei 30 Maschen für die Ferse verwendet werden. Die genauen Zahlen können je nach Anleitung und Fußgröße abweichen, das Prinzip bleibt jedoch immer gleich.
- Fersenmaschen abteilen: Von den insgesamt 60 Maschen werden 30 Maschen für die Ferse beiseitegelegt beziehungsweise auf eine Nadel oder ein Nadelpaar gelegt. Die restlichen 30 Maschen für den Rist ruhen währenddessen auf einer anderen Nadel oder einem Hilfsfaden.
- Erste Hälfte in Kurzreihen stricken: Man strickt die 30 Fersenmaschen in Hinreihen und Rückreihen, wobei man in jeder Reihe eine Masche vor dem bisherigen Wendepunkt wendet. Vor dem Wenden wird entweder ein Umschlag gelegt oder eine doppelte Masche gebildet, um später kein Loch zu haben.
- Bis zur Mitte fortsetzen: Dieser Vorgang wiederholt sich, bis nur noch wenige Maschen in der Mitte übrig bleiben, meist etwa ein Drittel der ursprünglichen Fersenmaschen. An diesem Punkt ist die erste Hälfte der charakteristischen Keilform entstanden.
- Rückweg beginnen: Nun dreht sich das Prinzip um. Statt jede Reihe kürzer zu stricken, wird jede Reihe um eine Masche länger gestrickt. Man arbeitet sich also von der Mitte wieder nach außen und löst dabei nach und nach die zuvor gelegten Umschläge oder doppelten Maschen auf, indem man sie mit der jeweils nächsten Masche zusammenstrickt.
- Bis zur vollen Maschenzahl zurückstricken: Dieser Vorgang wird fortgesetzt, bis wieder alle 30 Fersenmaschen einbezogen sind und keine offenen Umschläge mehr vorhanden sind. Die Ferse hat nun ihre fertige, leicht gewölbte Keilform.
- Zurück zum Rundstricken: Sobald die Ferse fertig ist, werden die Ristmaschen wieder mit einbezogen, und man strickt normal in Runden weiter, als wäre nichts anderes passiert. Es müssen keine zusätzlichen Maschen aufgenommen werden, was diese Technik im Vergleich zu manch anderer Fersenart einfacher macht.
Gerade der Wechsel von "immer eine Masche kürzer" zu "immer eine Masche länger" ist der Punkt, an dem Anfänger häufig kurz innehalten müssen. Es hilft, sich die Mitte der Ferse mit einem Maschenmarkierer zu kennzeichnen, damit klar erkennbar ist, wann der Rückweg beginnt.
Verkürzte Reihen richtig stricken und Löcher vermeiden
Das größte Problem, mit dem Anfänger bei der Bumerangferse zu kämpfen haben, sind kleine Löcher an den Wendepunkten. Sie entstehen, weil beim abrupten Wenden der Strickrichtung ein kleiner Spalt zwischen den Maschen zurückbleibt, wenn er nicht gezielt geschlossen wird.
Es gibt im Wesentlichen zwei bewährte Methoden, dieses Problem zu lösen:
- Wickeltechnik (Umschlag/Wrap and Turn): Vor dem Wenden wird der Arbeitsfaden einmal um die zuletzt gestrickte Masche gelegt. Beim späteren Zurückstricken hebt man diesen Umschlag zusammen mit der Masche ab und strickt beide gemeinsam ab, wodurch sich das Loch schließt.
- Deutsche Kurzreihen (doppelte Masche): Hier wird die letzte Masche vor dem Wenden einfach fester angezogen, sodass sie auf der Nadel wie zwei übereinanderliegende Maschen aussieht. Beim Zurückstricken werden beide "Beine" dieser Doppelmasche gemeinsam abgestrickt.
Für Anfänger ist die Methode der doppelten Masche oft leichter zu erlernen, da sie ohne separates Aufheben von Umschlägen auskommt und weniger Zwischenschritte hat. Wer bereits Erfahrung mit anderen Strickprojekten hat, die Umschläge verwenden, kommt möglicherweise schneller mit der klassischen Wickeltechnik zurecht.
Ein einfacher Trick, um die eigene Technik zu überprüfen, ist ein Blick gegen das Licht: Kleine Löcher an den Wendepunkten fallen dabei sofort auf. Wer am Anfang noch unsicher ist, kann eine Ferse zur Übung in einem günstigen Restgarn stricken, bevor man das eigentliche Sockenprojekt beginnt.
Häufige Fehler bei der Bumerangferse und wie man sie vermeidet
Auch mit einer klaren Anleitung passieren beim ersten Versuch typische Fehler, die aber leicht zu beheben sind, wenn man weiß, worauf zu achten ist.
- Falsche Zählung der Wendepunkte: Wird die Reihe an der falschen Stelle gewendet, verschiebt sich die gesamte Keilform. Es hilft, nach jeder Reihe kurz zu zählen oder die Reihen auf Papier zu notieren.
- Vergessene Umschläge oder Doppelmaschen: Wer beim Zurückstricken vergisst, die Umschläge mit der Masche zu verrechnen, bekommt am Ende doch sichtbare Löcher. Ein langsames, bewusstes Arbeiten an genau dieser Stelle beugt diesem Fehler vor.
- Zu lockere oder zu feste Randmaschen: An den Wendepunkten neigt man dazu, die erste oder letzte Masche unregelmäßig fest zu stricken. Eine gleichmäßige Fadenspannung sorgt für ein sauberes Ergebnis.
- Verwechslung von rechter und linker Reihe: Da man in Hin- und Rückreihen strickt statt in Runden, wechseln sich rechte und linke Maschen ab, was besonders bei glatt rechts gestrickten Socken beachtet werden muss.
- Falsche Maschenzahl für die Ferse: Wird zu viel oder zu wenig von der Gesamtmaschenzahl für die Ferse abgeteilt, passt die spätere Fersenform nicht zur Fußbreite. In der Regel liegt der Anteil zwischen einem Drittel und der Hälfte aller Maschen.
Die meisten dieser Fehler fallen erst beim genauen Betrachten der fertigen Ferse auf. Deshalb lohnt es sich, nach den ersten Kurzreihen kurz innezuhalten und die Arbeit zu kontrollieren, statt erst am Ende der gesamten Ferse nachzuschauen.
Bumerangferse im Vergleich zu anderen Fersentechniken
Es gibt mehrere Möglichkeiten, eine Sockenferse zu stricken, und die Bumerangferse ist nur eine davon. Ein Überblick hilft dabei einzuordnen, wann sich welche Technik besonders eignet.
| Fersentyp | Prinzip | Besonderheit |
|---|---|---|
| Bumerangferse | Kurzreihen ohne separates Maschenaufnehmen | Nahtlos, keilförmig, direkt in der Runde eingearbeitet |
| Kappenferse | Fersenwand hin und her stricken, dann Ferse absetzen und Maschen an den Seiten aufnehmen | Sehr stabil und robust, klassische Standardtechnik |
| Spiralferse | Ferse wird ohne echte Fersenwand direkt eingestrickt | Wenig Nahtstellen, aber weniger verstärkt an der Sohle |
| Herzchenferse | Ähnlich der Kappenferse, mit besonderer Musterführung an der Fersenwand | Dekorativ, oft bei Trachtensocken verwendet |
Im Vergleich zur klassischen Kappenferse benötigt die Bumerangferse keine zusätzlichen Maschen, die entlang der Fersenwand aufgenommen werden müssen. Das spart einen Arbeitsschritt und vermeidet die kleinen Löcher, die beim Aufnehmen von Randmaschen entstehen können. Allerdings bietet die Kappenferse durch ihre separate, oft doppelt gestrickte Fersenwand mehr Verstärkung an einer stark beanspruchten Stelle, was bei Wandersocken oder stark strapazierten Socken ein Vorteil sein kann.
Für Anfänger, die bereits einfache Socken mit Kappenferse gestrickt haben, ist der Umstieg auf die Bumerangferse eine gute Gelegenheit, verkürzte Reihen als neue Technik kennenzulernen, ohne gleich ein komplett neues Sockenkonstrukt lernen zu müssen.
Tipps für eine gut sitzende Ferse
Damit die fertige Ferse nicht nur technisch korrekt, sondern auch bequem sitzt, lohnt sich ein Blick auf einige praktische Details, die über die reine Strickanleitung hinausgehen.
- Maschenprobe nicht überspringen: Die Fersengröße hängt direkt von der Maschendichte ab. Eine vorherige Maschenprobe stellt sicher, dass die Ferse später wirklich zur Fußgröße passt.
- Fußlänge vorher messen: Die Position, an der die Ferse eingestrickt wird, richtet sich nach der individuellen Fußlänge und nicht nach einer festen Reihenzahl, die für jede Person gleich wäre.
- Feste, aber nicht zu feste Wendemaschen: Zu lockere Wendepunkte führen zu einer ausgeleierten Ferse, zu feste Maschen machen den Übergang unangenehm straff. Ein gleichmäßiger Zug am Faden hilft.
- Bei elastischen Garnen aufpassen: Garne mit hohem Elastananteil verhalten sich beim Kurzreihenstricken etwas anders als reine Wollgarne, da sie sich stärker zusammenziehen. Eine kleine Testferse zeigt, ob die Maschenzahl angepasst werden muss.
- Bei besonders schmalen oder breiten Füßen individuell anpassen: Der Anteil der Fersenmaschen an der Gesamtmaschenzahl kann leicht erhöht oder verringert werden, um die Ferse an die persönliche Fußform anzupassen.
Wer diese Punkte beachtet, bekommt eine Ferse, die nicht nur handwerklich sauber aussieht, sondern auch im Alltag angenehm zu tragen ist, ohne zu drücken oder zu rutschen.
Wie geht es nach der Ferse weiter?
Sobald die Bumerangferse fertiggestellt ist, wird meist ganz normal in Runden weitergestrickt, um den Fuß bis zur Zehenspitze zu vervollständigen. Da bei dieser Fersentechnik keine zusätzlichen Maschen aufgenommen wurden, bleibt die Gesamtmaschenzahl in der Regel genau gleich wie vor der Ferse, was das Weiterarbeiten deutlich vereinfacht.
Im weiteren Verlauf wird üblicherweise der Fuß in glatt rechts oder im gewünschten Muster fortgesetzt, bis die passende Länge bis zu den Zehen erreicht ist. Anschließend folgt die Sockenspitze, die meist durch regelmäßiges Abnehmen von Maschen zu einer runden oder leicht spitzen Form zusammengezogen wird.
Wer die Bumerangferse zum ersten Mal gestrickt hat, sollte sich die Reihenfolge der Schritte notieren oder die verwendete Anleitung aufbewahren. Da das Grundprinzip bei praktisch jeder Sockengröße gleich bleibt, lässt sich die einmal verstandene Technik anschließend leicht auf andere Sockenprojekte, Wollstärken und Fußgrößen übertragen.
Häufig gestellte Fragen zur Bumerangferse
Was ist der Unterschied zwischen einer Bumerangferse und einer herkömmlichen Kappenferse?
Die Bumerangferse wird ausschließlich mit verkürzten Reihen direkt in die Rundstrickarbeit eingebaut und benötigt kein Aufnehmen zusätzlicher Maschen, während bei der Kappenferse eine separate Fersenwand gestrickt und die Ferse anschließend über neu aufgenommene Randmaschen wieder in die Runde eingebunden wird. Dadurch hat die Bumerangferse weniger Nahtstellen, während die Kappenferse durch die doppelte Fersenwand oft etwas robuster ausfällt.
Für welche Strickprojekte eignet sich die Bumerangferse besonders?
Die Bumerangferse eignet sich vor allem für klassische Socken und Kniestrümpfe, bei denen eine nahtlose, gut anliegende Ferse ohne zusätzliches Aufnehmen von Maschen gewünscht ist. Sie funktioniert sowohl bei dünner Sockenwolle als auch bei etwas dickeren Garnen, solange die Maschenprobe entsprechend angepasst wird.
Wie vermeide ich Löcher beim Stricken der Bumerangferse?
Löcher an den Wendepunkten vermeidet man, indem man konsequent entweder mit Umschlägen oder mit der deutschen Methode der doppelten Masche arbeitet und diese beim Zurückstricken jeweils korrekt mit der benachbarten Masche verrechnet. Wichtig ist außerdem eine gleichmäßige Fadenspannung direkt an der Wendestelle.
Wie viele Maschen brauche ich für eine Bumerangferse?
Üblich ist es, etwa ein Drittel bis die Hälfte der insgesamt für die Socke verwendeten Maschen für die Ferse abzuteilen, wobei die genaue Zahl von der jeweiligen Anleitung und der individuellen Fußbreite abhängt. Bei sehr schmalen oder sehr breiten Füßen kann dieser Anteil leicht angepasst werden.
Kann ich die Bumerangferse auch mit dicker Wolle stricken?
Ja, die Technik funktioniert unabhängig von der Garnstärke, solange die Maschenzahl und die Nadelstärke zur gewählten Wolle passen. Bei dickeren Garnen ist es besonders hilfreich, vorab eine kleine Probeferse zu stricken, um die richtige Maschenzahl für eine gute Passform zu finden.
Ist die Bumerangferse für Anfänger geeignet?
Ja, die Bumerangferse ist für Anfänger geeignet, sofern die Grundtechniken des Strickens wie rechte und linke Maschen sowie das Rundstricken bereits sicher beherrscht werden. Die verkürzten Reihen wirken zu Beginn ungewohnt, lassen sich aber mit einer Übungsferse aus Restgarn gut erlernen.
Fazit
Die Bumerangferse ist eine elegante Lösung, um eine Sockenferse ohne zusätzliches Maschenaufnehmen direkt in die laufende Rundstrickarbeit einzubauen. Wer die Grundbegriffe rund um verkürzte Reihen, Umschläge und doppelte Maschen einmal verstanden hat, kann die Technik Schritt für Schritt nachvollziehen und auf beliebige Sockenprojekte übertragen. Mit etwas Übung, einer sauberen Maschenprobe und der richtigen Fadenspannung entsteht so eine nahtlose, gut sitzende Ferse, die sich auch für Einsteiger in überschaubarer Zeit erlernen lässt.
Über den Artikel
- Autor
- Sabine Neumann Autor bei taeglichinformiert.de
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- Kategorie
- Stricken lernen