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Loop stricken für Anfänger: Kostenlose Anleitung

Diese kostenlose Anleitung zeigt Anfängern Schritt für Schritt, wie man einen Loop strickt – auch ganz ohne Vorkenntnisse.

Loop stricken für Anfänger: Kostenlose Anleitung

Ein Loop ist im Grunde ein Schal ohne Anfang und Ende: ein geschlossener Rundschal, den man einfach über den Kopf zieht. Diese kostenlose Anleitung für Anfänger zeigt genau das – wie ein Loop von der ersten Masche bis zum Abketten entsteht, ganz ohne Vorkenntnisse und mit Materialien, die es in jedem Handarbeitsladen gibt. Wer bereits die absoluten Grundlagen des Strickens kennt, findet hier den direkten Einstieg in dieses beliebte erste Projekt.

Was du für den ersten Loop brauchst

Ein Loop eignet sich deshalb so gut als Einstiegsprojekt, weil er wenig Material erfordert und schnell fertig wird. Für einen klassischen, weich fallenden Loop braucht man:

  • Rundstricknadeln mit einer Kabellänge von etwa 60 bis 80 Zentimetern – die Nadelspitzen sind über einen flexiblen Kunststoffdraht verbunden, sodass die Maschen im Kreis gestrickt werden können.
  • Etwa 150 bis 250 Gramm Wolle, je nach gewünschter Höhe und Dicke des Loops. Für den Anfang eignet sich eine mitteldicke Wolle (auf der Banderole meist als „Lauflänge ca. 100–150 m pro 50 g“ angegeben) besonders gut, weil die Maschen groß und übersichtlich bleiben.
  • Eine stumpfe Sticknadel zum Vernähen der Fäden am Ende.

Die passende Nadelstärke steht immer auf der Wollbanderole – meist zwischen 4 und 6 Millimetern für Anfängerprojekte. Wer noch unsicher ist, wie sich Maschengröße und Nadelstärke zueinander verhalten, probiert am besten an einem kleinen Probestück aus, ob die Maschen locker und gleichmäßig sitzen.

Loop stricken für Anfänger: die Anleitung Schritt für Schritt

Der eigentliche Unterschied zum klassischen Schal liegt nur in einem einzigen zusätzlichen Schritt: dem Schließen der Runde direkt zu Beginn. Der Rest ist reines Strickmuster im Kreis.

  1. Maschen anschlagen: Für einen mittelgroßen Loop werden je nach Wolle und Nadelstärke etwa 80 bis 100 Maschen auf die Rundstricknadel angeschlagen.
  2. Runde schließen: Die Nadelspitzen werden zusammengeführt, sodass die angeschlagenen Maschen einen Ring bilden. Wichtig ist, vor dem ersten Stich genau zu prüfen, dass die Maschenreihe nicht verdreht auf der Nadel liegt – sonst entsteht später eine Art Möbiusband statt eines glatten Loops.
  3. Markierung setzen: Ein kleiner Ring oder ein Stück Kontrastfaden am Rundenanfang zeigt jederzeit, wo eine neue Runde beginnt.
  4. Muster stricken: Für den Einstieg eignet sich kraus rechts (in jeder Runde nur rechte Maschen) oder ein einfaches 2-rechts-2-links-Muster, das nicht einrollt und beidseitig gleich aussieht.
  5. Höhe stricken: Weiterstricken, bis der Loop die gewünschte Höhe erreicht hat – üblich sind zwischen 25 und 35 Zentimetern für einen einfachen Rundschal.
  6. Abketten und vernähen: Locker abketten, damit sich der obere Rand nicht zusammenzieht, und die Fadenenden mit der Sticknadel sauber ins Gestrick einarbeiten.

Vom Schal zum Loop: Muster-Varianten für Einsteiger

Wer bereits eine kostenlose Anleitung für einen Anfänger-Schal ausprobiert hat, kann dieses Wissen direkt weiterverwenden: Jedes flache Schalmuster lässt sich in einen Loop verwandeln, entweder indem man von Anfang an im Kreis strickt oder indem man den fertigen Schal am Ende einfach zusammennäht.

Zwei Wege führen zum gleichen Ergebnis:

  • Rund gestrickt: wie oben beschrieben direkt auf der Rundstricknadel – ideal, wenn eine Rundstricknadel vorhanden ist.
  • Flach gestrickt und vernäht: Wer noch keine Rundstricknadel besitzt oder sich das Anschlagen im Kreis noch nicht zutraut, strickt einen klassischen rechteckigen Schal mit geraden Nadeln und näht anschließend die beiden kurzen Enden mit der Sticknadel zusammen. So entsteht aus jeder Schal-Anleitung ganz nebenbei ein Loop.

Beliebte Anfängermuster für beide Varianten sind kraus rechts, Perlmuster (abwechselnd eine rechte und eine linke Masche versetzt) oder einfache Rippenmuster. Alle drei liegen flach, rollen sich an den Kanten nicht ein und verzeihen kleine Unregelmäßigkeiten in der Maschenspannung – perfekt für die ersten eigenen Maschen.

Typische Anfängerfehler beim Loop stricken vermeiden

Die meisten Probleme beim ersten Loop entstehen nicht beim Muster selbst, sondern bei den kleinen Übergängen zwischen den Schritten. Wer folgende Punkte im Kopf behält, spart sich das Auftrennen:

  • Verdrehte Anschlagreihe: Vor dem Schließen der Runde noch einmal genau hinschauen – alle Maschen müssen mit der Unterseite nach unten und in einer Linie auf der Nadel liegen.
  • Zu straffer Anschlag: Ein zu enger Anschlag lässt sich schwer über den Kopf ziehen. Etwas lockerer anschlagen als beim flachen Stricken, oder eine Nadelnummer größer für die Anschlagreihe verwenden.
  • Unregelmäßige Maschenspannung: Gerade am Rundenanfang entsteht schnell eine sichtbare „Naht“, wenn die erste Masche jeder Runde fester gezogen wird als die anderen. Ruhiges, gleichmäßiges Stricktempo hilft hier am meisten.
  • Falsche Höhe eingeschätzt: Ein Loop wirkt auf der Nadel oft schmaler, als er später fällt. Zwischendurch anprobieren oder am Körper anhalten gibt Sicherheit vor dem Abketten.

Loop fertigstellen: Abketten, Blocken und Pflege

Der letzte Schritt entscheidet oft über das gesamte Erscheinungsbild: Ein zu fest abgeketteter Rand zieht sich zusammen und wirkt uneben, während ein lockerer, elastischer Abschluss den Loop schön fallen lässt. Am besten wird jede zweite Masche etwas lockerer abgekettet als gewohnt.

Anschließend lohnt sich ein kurzes Blocken: Der fertige Loop wird leicht angefeuchtet und flach zum Trocknen ausgelegt, damit sich die Maschen setzen und das Muster gleichmäßig aussieht. Bei der Pflege gilt grundsätzlich die Angabe auf der Wollbanderole – viele Anfängerwollen lassen sich problemlos von Hand oder im Schonwaschgang waschen, sollten danach aber liegend statt hängend trocknen, damit sich die Form nicht verzieht.

Fazit

Ein Loop ist eines der dankbarsten Projekte für den Einstieg ins Stricken: wenig Material, ein überschaubarer Schritt zum Runden, und ein Ergebnis, das sofort tragbar ist. Ob direkt auf der Rundstricknadel gestrickt oder aus einem flachen Schal zusammengenäht – mit der richtigen Nadelstärke, einem einfachen Muster und etwas Geduld an den Übergängen gelingt der erste Loop auch ganz ohne Vorerfahrung.

Über den Artikel

Autor
Lukas Bergmann Autor bei taeglichinformiert.de
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Kategorie
Stricken lernen