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Zopf flechten Anleitung für Anfänger

Diese Zopf flechten Anleitung für Anfänger zeigt dir leicht verständlich den Dreierzopf, den französischen und den holländischen Zopf zum Nachflechten.

Zopf flechten Anleitung für Anfänger

Eine gute Zopf flechten Anleitung für Anfänger beginnt immer mit dem einfachen Dreierzopf, denn er ist die Basis für alle anspruchsvolleren Frisuren wie den französischen oder den holländischen Zopf. Wer diese Grundtechnik einmal verinnerlicht hat, braucht für die Varianten nur wenige zusätzliche Handgriffe. Dieser Artikel zeigt dir konkret, wie du Schritt für Schritt vom klassischen Zopf zum französischen, seitlichen und holländischen Zopf kommst – ganz ohne Vorkenntnisse.

Der klassische Dreierzopf: der Einstieg für Anfänger

Bevor du dich an komplexere Flechtfrisuren wagst, solltest du den einfachen Dreierzopf sicher beherrschen. Dafür brauchst du nur eine Bürste, ein Haargummi und am Anfang hilfreich einen zweiten Spiegel, in dem du dir selbst über die Schulter zusehen kannst.

  1. Haare gründlich durchkämmen und in drei etwa gleich große Strähnen teilen: links, Mitte, rechts.
  2. Die rechte Strähne über die mittlere Strähne legen – sie wird dadurch zur neuen Mitte.
  3. Die linke Strähne über die neue Mitte legen.
  4. Diesen Wechsel immer weiter wiederholen, bis das Haar zur Neige geht.
  5. Das Ende mit einem Haargummi fixieren.

Wichtiger als Tempo ist eine gleichmäßige Spannung: Ziehst du eine Strähne fester als die andere, wird der Zopf schief. Übe die Bewegung ruhig ein paar Mal am losen Haar, bevor du dich an die anderen Techniken heranwagst.

Französischer Zopf: Anleitung für Anfänger Schritt für Schritt

Der französische Zopf unterscheidet sich vom klassischen Dreierzopf dadurch, dass laufend neues Haar von den Seiten eingearbeitet wird. Dadurch liegt der Zopf eng am Kopf an, statt lose herunterzuhängen.

  1. Am Oberkopf, meist beginnend am Haaransatz über der Stirn, eine kleine Haarpartie abteilen und in drei Strähnen aufteilen.
  2. Eine ganz normale Flechtrunde machen: rechts über Mitte, links über Mitte.
  3. Ab der zweiten Runde vor jedem Kreuzen zusätzliches Haar von der jeweiligen Seite zur Strähne dazunehmen, bevor sie über die Mitte gelegt wird.
  4. So lange fortsetzen, bis das gesamte Deckhaar eingearbeitet ist.
  5. Den restlichen Zopf ohne zusätzliches Haar bis in die Spitzen normal zu Ende flechten und mit einem Gummi fixieren.

Am Anfang lohnt es sich, direkt am Ansatz eher locker zu flechten und erst zum Ende hin fester anzuziehen – so wirkt der Zopf gleichmäßiger. Wie bei jeder neuen Technik braucht es ein paar Versuche, bis die Bewegung in den Fingern sitzt.

Französischer Zopf seitlich flechten – Variante für den Alltag

Beim seitlichen französischen Zopf verläuft die Flechtung nicht mittig über den Kopf, sondern diagonal von einer Seite zur anderen oder endet seitlich im Nacken. Das Prinzip bleibt dasselbe, nur die Richtung ändert sich.

  1. Den Scheitel zur Seite ziehen und eine größere Haarpartie oberhalb eines Ohrs abteilen.
  2. Wie beim klassischen französischen Zopf flechten, dabei aber Runde für Runde diagonal am Kopf entlang in Richtung des anderen Ohrs oder in den Nacken arbeiten.
  3. Bei jeder Runde Haare von oben, also aus Richtung des Scheitels, einarbeiten, damit der Zopf der Kopfform folgt statt gerade nach hinten zu laufen.
  4. Sobald alles Haar auf dieser Seite eingebunden ist, den Rest wie gewohnt zu einem einfachen Zopf zu Ende flechten.

Diese Variante ist für Anfänger etwas anspruchsvoller, weil man die Richtung ständig im Blick behalten muss. Ein paar Haarklammern, mit denen du das noch nicht eingearbeitete Haar vorübergehend feststeckst, erleichtern die Übersicht deutlich.

Holländischer Zopf: Anleitung für Anfänger

Der holländische Zopf wird auch als umgekehrter französischer Zopf bezeichnet, weil die Strähnen nicht über-, sondern untereinander gekreuzt werden. Dadurch wirkt der fertige Zopf plastisch und liegt sichtbar auf dem restlichen Haar auf.

  1. Am Oberkopf wie beim französischen Zopf eine Partie abteilen und in drei Strähnen teilen.
  2. Die rechte Strähne unter die mittlere Strähne kreuzen, statt sie darüberzulegen.
  3. Die linke Strähne unter die neue Mitte kreuzen.
  4. Bei jeder weiteren Runde zusätzliches Haar von den Seiten einarbeiten, genau wie beim französischen Zopf – nur eben immer unterkreuzend statt überkreuzend.
  5. Bis in die Spitzen fortsetzen und mit einem Haargummi fixieren.

Weil das Kreuzen unterhalb der Strähnen für ungeübte Hände zunächst ungewohnt ist, hilft es, sich vor dem eigenen Kopf zunächst am französischen Zopf zu orientieren und die Bewegung anschließend bewusst umzukehren.

Die häufigsten Anfängerfehler beim Zopf flechten

Die meisten Probleme beim Üben lassen sich auf wenige, immer wiederkehrende Ursachen zurückführen:

  • Ungleiche Strähnengröße: Wird eine Strähne größer abgeteilt als die anderen, verläuft der Zopf schief.
  • Zu lockeres oder zu festes Flechten: Beides führt zu einem unordentlichen Ergebnis oder zu Spannungskopfschmerzen.
  • Unregelmäßiges Einarbeiten: Wird beim französischen oder holländischen Zopf nicht bei jeder Runde gleich viel Haar hinzugenommen, wirkt der Zopf am Ende ungleichmäßig dick.
  • Zu schnelles Arbeiten: Wer hetzt, verliert schnell den Überblick über die Strähnen – lieber langsam und mit Blick in den Spiegel üben.
  • Zu glattes Haar: Frisch gewaschenes, sehr glattes Haar rutscht leichter aus der Flechtung; etwas Trockenshampoo oder Texturspray gibt mehr Halt.

Fazit

Wer den klassischen Dreierzopf einmal sicher beherrscht, hat die wichtigste Grundlage für alle weiteren Flechtfrisuren gelegt. Der französische Zopf, seine seitliche Variante und der holländische Zopf unterscheiden sich vor allem in der Richtung des Flechtens und darin, ob die Strähnen über- oder untereinander gekreuzt werden. Mit etwas Geduld, einem Spiegel und regelmäßigem Üben gelingt jede dieser Techniken auch ohne Vorerfahrung.

Über den Artikel

Autor
Sabine Neumann Autor bei taeglichinformiert.de
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Kategorie
Handwerk und Basteln