Kategorie Handwerk und Basteln
Französischer Zopf seitlich: Anfänger-Guide
Eine französischer Zopf seitlich Anleitung für Anfänger: So gelingt der seitliche Flechtzopf Schritt für Schritt, auch bei dünnem oder kurzem Haar.
Ein seitlicher französischer Zopf entsteht, indem du die drei Strähnen nicht mittig am Hinterkopf, sondern schräg an einer Seite ansetzt und beim Flechten fortlaufend kleine Haarpartien von oben einarbeitest. Diese französischer Zopf seitlich Anleitung für Anfänger führt dich durch jeden einzelnen Schritt, von der Vorbereitung bis zum fertigen Zopfende, und zeigt zusätzlich, wie du mit der holländischen Variante einen plastischeren Look erzielst. Wer die reine Flechttechnik noch nicht sicher beherrscht, findet die Grundlagen dazu im allgemeinen Ratgeber zum Zöpfe flechten – hier geht es ausschließlich um die seitliche Variante des französischen Zopfs.
Was du für den seitlichen Zopf vorbereiten solltest
Bevor es ans Flechten geht, lohnt sich ein Blick auf drei Dinge: Haarzustand, Werkzeug und Scheitel. Leicht angetrocknetes, mit etwas Trockenshampoo oder Textur-Spray behandeltes Haar lässt sich besser greifen als frisch gewaschenes, glattes Haar, das ständig durch die Finger rutscht.
An Werkzeug brauchst du wenig: einen feinzinkigen Kamm zum Ziehen eines exakten Seitenscheitels, ein paar Haarklammern, um den Rest der Mähne vorübergehend aus dem Weg zu halten, und ein transparentes Haargummi für das Ende. Ein Spiegel im Rücken oder eine Handyfunktion mit zweitem Spiegelbild hilft enorm, weil du die seitliche Führung sonst kaum kontrollieren kannst.
Der Scheitel entscheidet über die spätere Wirkung: Ein tiefer Seitenscheitel, der etwa über einem Augenbrauenende beginnt, ergibt einen fließenden, weichen Zopfverlauf. Ein hoher Ansatz nah am Ohr wirkt strenger und sportlicher. Für den ersten Versuch ist ein mittlerer Ansatz am einfachsten, weil du dort noch genug Haar zum Nachfassen hast, ohne dass der Zopf zu schnell dünn ausläuft.
Schritt für Schritt: So gelingt der französische Zopf seitlich
Diese französischer Zopf Anleitung für Anfänger funktioniert mit derselben Grundlogik wie ein mittiger Zopf – nur dass alles diagonal über den Kopf wandert.
- Scheitel ziehen: Trenne eine schräge Linie von der Stirn zum Ohr auf der Seite, an der der Zopf beginnen soll.
- Startsträhne abteilen: Nimm oberhalb des Ohrs eine handtellergroße Partie und teile sie in drei gleich dicke Strähnen.
- Erste Kreuzung: Lege die rechte Strähne über die mittlere, dann die linke über die neue mittlere – wie beim klassischen Dreier-Zopf.
- Haar einarbeiten: Bevor du erneut kreuzt, nimm von oben, in Richtung Hinterkopf wandernd, eine schmale neue Partie auf und füge sie der jeweiligen Außensträhne hinzu, bevor sie nach innen gelegt wird.
- Diagonale beibehalten: Führe den Zopf gedanklich entlang der Scheitellinie, nicht gerade nach hinten – sonst rutscht er zur Mitte statt zur gegenüberliegenden Seite.
- Auslaufen lassen: Sobald du am Nacken oder Ohrläppchen der Gegenseite angekommen bist und kein neues Haar mehr aufnimmst, flechte den restlichen Zopf klassisch zu Ende und fixiere ihn mit dem Haargummi.
- Auflockern: Zupfe vorsichtig an den Außenrändern der Flechtglieder, um Volumen zu erzeugen und kleine Unregelmäßigkeiten zu verdecken.
Holländischer Zopf seitlich: die erhabene Alternative
Wer sich in die klassische Version eingearbeitet hat, kann als Nächstes den holländischen Zopf probieren. Der Unterschied liegt in der Kreuzrichtung: Beim französischen Zopf legst du die Außensträhnen über die mittlere, beim holländischen Zopf legst du sie unter die mittlere Strähne. Das Ergebnis liegt dadurch nicht flach am Kopf, sondern steht als plastischer, dreidimensionaler Strang nach außen.
Für eine holländischer Zopf Anleitung für Anfänger gilt derselbe seitliche Ablauf wie oben beschrieben – Scheitel, Startsträhne, Einarbeiten von Haar –, nur die Kreuzrichtung dreht sich um. Viele Anfänger finden diese Variante tatsächlich einfacher zu kontrollieren, weil die Strähnen durch das Unterlegen automatisch straffer sitzen und weniger schnell aus der Hand rutschen.
Optisch eignet sich der holländische Zopf besonders gut für feines oder dünnes Haar, weil die nach oben stehende Struktur zusätzliches Volumen suggeriert. Bei sehr glattem Haar lohnt sich vorheriges leichtes Anrauen mit Trockenshampoo, damit die einzelnen Glieder sich nicht sofort wieder zusammenziehen.
Typische Anfängerfehler und wie du sie vermeidest
Die häufigste Ursache für einen schiefen oder ungleichmäßigen seitlichen Zopf ist ein unregelmäßiges Nachfassen von Haar. Wenn die aufgenommenen Partien mal dick, mal dünn ausfallen, wirkt der Zopf holprig statt gleichmäßig gewellt.
- Zu lockeres Halten: Halte die drei Strähnen während des Flechtens stets straff mit den Fingern gespannt, sonst franst der Zopf schon nach wenigen Zentimetern aus.
- Falsche Richtung: Kontrolliere im Spiegel regelmäßig, ob der Zopf tatsächlich der diagonalen Scheitellinie folgt und nicht Richtung Hinterkopfmitte abdriftet.
- Zu wenig Übung an der Startsträhne: Die ersten drei bis vier Kreuzungen entscheiden über den gesamten Verlauf – lieber die Anfangssträhne nochmal lösen und neu ansetzen, als einen schiefen Start mitzuschleppen.
- Ungeduld beim Fixieren: Ein zu lockeres Haargummi am Ende lässt den ganzen Zopf aufgehen; ein zweites Gummi darüber gibt zusätzliche Sicherheit.
Wie bei jeder Zopf flechten Anleitung für Anfänger gilt: Die ersten Versuche sitzen selten perfekt. Übung an offenen, trockenen Haaren vor dem Spiegel bringt schneller Fortschritt als das Nachlesen zusätzlicher Anleitungen.
Fazit
Ein seitlicher französischer Zopf ist im Kern dieselbe Technik wie die mittige Variante, nur entlang einer diagonalen Linie geführt und mit etwas mehr Übung für die Richtungskontrolle. Wer Scheitel, Startsträhne und gleichmäßiges Nachfassen beherrscht, kann anschließend problemlos zur holländischen Variante wechseln und beide Looks je nach Anlass abwechseln.
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Über den Artikel
- Autor
- Anna Hoffmann Autor bei taeglichinformiert.de
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- Handwerk und Basteln