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Kategorie Handwerk und Basteln

Holländischer Zopf Anleitung für Anfänger

Diese holländische Zopf Anleitung für Anfänger erklärt Schritt für Schritt, wie der dreidimensionale Flechtzopf ganz einfach gelingt.

Holländischer Zopf Anleitung für Anfänger

Ein holländischer Zopf – im Englischen als Dutch Braid oder „umgekehrter Zopf" bekannt – entsteht, indem die Strähnen beim Flechten nicht über-, sondern untereinander gelegt werden. Dadurch legt sich der Zopf nicht flach auf den Kopf, sondern wirkt wie ein erhabenes, dreidimensionales Band auf den Haaren. Diese holländische Zopf Anleitung für Anfänger begleitet dich vom Ansetzen der ersten Strähne bis zum fertigen Ergebnis, sodass auch ungeübte Hände den Dreh schnell herausbekommen. Wer generell noch nie eine Zopf-Flechten-Anleitung für Anfänger ausprobiert hat, übt am besten zuerst den klassischen dreisträhnigen Zopf, bevor die etwas anspruchsvollere Technik folgt.

Was den Holländischen Zopf vom Französischen Zopf unterscheidet

Der wichtigste Unterschied liegt in der Kreuzungsrichtung der Strähnen. Bei einer französischen Zopf Anleitung für Anfänger werden die äußeren Strähnen jeweils über die mittlere Strähne gelegt, sodass der Zopf flach anliegt und mit dem Rest des Haares verschmilzt. Beim holländischen Zopf passiert genau das Gegenteil: Die äußeren Strähnen wandern unter die mittlere Strähne, wodurch der Zopf optisch nach oben aus dem Haar heraustritt.

Für Anfänger ist das ein entscheidender Merksatz: „Französisch = über, Holländisch = unter". Beide Techniken folgen sonst demselben Grundprinzip – neue Haarpartien werden fortlaufend eingearbeitet, während der Zopf nach unten wandert. Wer den Bewegungsablauf einmal verinnerlicht hat, kann problemlos zwischen beiden Varianten wechseln, ohne die Handhaltung komplett neu lernen zu müssen. Der optische Effekt macht den holländischen Zopf besonders beliebt für sportliche Frisuren, weil er auch nach mehreren Stunden Bewegung noch definiert aussieht.

Holländischen Zopf flechten: Schritt-für-Schritt Anleitung

Bevor es losgeht, sollten die Haare gründlich durchgekämmt und leicht angefeuchtet oder mit etwas Stylingprodukt behandelt werden – trockenes, fliegendes Haar lässt sich schwerer bändigen. Danach folgt die eigentliche Flechttechnik:

  1. Am oberen Scheitel eine Strähne abteilen und in drei gleich große Teile aufteilen.
  2. Die rechte Strähne unter die mittlere Strähne führen, sodass sie nun in der Mitte liegt.
  3. Anschließend die linke Strähne unter die neue mittlere Strähne legen.
  4. Vor der nächsten Kreuzung von der rechten Seite eine kleine, zusätzliche Haarpartie aufnehmen und gemeinsam mit der rechten Strähne unter die Mitte führen.
  5. Das Gleiche auf der linken Seite wiederholen: neue Strähne dazunehmen, unter die Mitte führen.
  6. Diesen Ablauf fortsetzen, bis der gesamte Hinterkopf bis zum Nackenansatz eingeflochten ist.
  7. Ab dort ohne neue Haare weiterflechten wie einen normalen dreisträhnigen Zopf und mit einem Haargummi fixieren.

Zum Schluss kann der Zopf vorsichtig an den Rändern etwas aufgezogen werden, um ihn voller und lockerer wirken zu lassen – ein beliebter Trick für einen weicheren, natürlicheren Look.

Typische Anfängerfehler – und wie du sie vermeidest

Die häufigste Fehlerquelle ist zu festes Ziehen an den Strähnen. Das führt nicht nur zu Kopfschmerzen, sondern auch zu einem ungleichmäßigen, verzogenen Muster. Locker, aber kontrolliert flechten funktioniert besser als kraftvolles Straffziehen.

Weitere Stolpersteine, die sich mit etwas Übung leicht beheben lassen:

  • Ungleich große Strähnen: Wer die drei Ausgangsstränge nicht gleichmäßig abteilt, bekommt einen schiefen Zopf.
  • Verwechseln von über und unter: Gerade zu Beginn rutscht man leicht in die französische Technik zurück – ein Blick in zwei gegenüberliegende Spiegel hilft, die eigene Handbewegung zu kontrollieren.
  • Zu wenig Haare am Anfang aufnehmen: Die erste Strähne am Scheitel sollte nicht zu dünn sein, sonst wird der Zopfansatz instabil.
  • Zu schnelles Arbeiten: Anfänger sollten sich Zeit lassen und lieber jede Kreuzung einzeln kontrollieren, statt den ganzen Ablauf hastig durchzuziehen.

Mit etwas Geduld und wiederholtem Üben – idealerweise mehrmals pro Woche vor dem Spiegel – wird die Bewegung nach kurzer Zeit zur Routine, die auch ohne ständiges Hinsehen gelingt.

Seitliche Variante: Holländischer und Französischer Zopf von der Seite

Statt mittig am Oberkopf zu beginnen, lässt sich der Zopf auch seitlich ansetzen – ein beliebter Look für Alltag und besondere Anlässe. Eine französische Zopf seitlich Anleitung für Anfänger startet dabei meist an einer Schläfe und führt den Zopf diagonal über den Kopf zur gegenüberliegenden Seite oder in den Nacken.

Für die holländische Version gilt das gleiche Prinzip, nur mit der bekannten Umkehrung der Kreuzungsrichtung:

  1. Eine Strähne an einer Schläfe abteilen und in drei Teile aufteilen.
  2. Wie gewohnt unterkreuzen und dabei diagonal Richtung Hinterkopf oder zur anderen Seite arbeiten.
  3. Fortlaufend Haare von oben und unten am Kopfumfang einarbeiten, sodass der Zopf schräg über den Kopf verläuft.
  4. Am Ende des gewünschten Verlaufs den Zopf normal zu Ende flechten und fixieren.

Der seitliche Verlauf braucht anfangs etwas mehr Übung, da die Kopfform die Strähnenführung erschwert. Ein Trick: den Kopf leicht zur Seite neigen, das erleichtert das Erreichen der Haarpartien auf der gegenüberliegenden Seite deutlich.

Fazit

Der holländische Zopf unterscheidet sich vom französischen im Grunde nur durch eine Bewegung – unter statt über –, erzeugt aber einen völlig anderen, plastischeren Look. Wer die Grundtechnik einmal beherrscht, kann sie problemlos auf seitliche Varianten übertragen und so verschiedenste Frisuren gestalten. Wie bei jeder Zopf Flechten Anleitung für Anfänger gilt: Übung macht den Unterschied, und schon nach wenigen Versuchen sitzt die Handbewegung fast automatisch.

Über den Artikel

Autor
Lukas Bergmann Autor bei taeglichinformiert.de
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Kategorie
Handwerk und Basteln