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Toe-up Socken stricken: Anfänger-Anleitung

Toe-up Socken stricken: Diese Anleitung für Anfänger erklärt Schritt für Schritt, wie du Socken von der Fußspitze aus beginnst – ganz ohne Vorwissen.

Toe-up Socken stricken: Anfänger-Anleitung

Bei einer Toe-up-Socken-Anleitung für Anfänger beginnst du das Stricken nicht am Bündchen, sondern an der Fußspitze und arbeitest dich über die Ferse bis zum Bein hoch. Diese Reihenfolge hat einen großen Vorteil: Du kannst die Socke jederzeit anprobieren und die Länge genau an deinen Fuß anpassen, ohne vorher Maschen abzählen zu müssen. Die grundlegenden Werkzeuge und Garne für das Sockenstricken erklärt die allgemeine Anleitung zum Sockenstricken für Anfänger – hier geht es ausschließlich um die Technik von der Spitze aufwärts.

Was du für Toe-up-Socken brauchst

Für den Toe-up-Start reicht im Grunde das gleiche Material wie für jede andere Socke: ein Sockenwollknäuel mit Nylon- oder Polyamidanteil für mehr Haltbarkeit und ein Nadelspiel oder eine Rundstricknadel mit kurzem Seil in passender Stärke, meist 2,5 bis 3 mm. Zusätzlich lohnt sich eine stumpfe Wollnadel für die spätere Vernähung der Fadenenden.

  • Sockenwolle (4-fädig, mit Nylon- oder Polyamidanteil)
  • Nadelspiel mit fünf Nadeln oder zwei kurze Rundstricknadeln
  • Maschenmarkierer, um Ferse und Spann zu trennen
  • Eine stumpfe Sticknadel zum Vernähen

Wer die Technik zum ersten Mal ausprobiert, sollte auf eine glatte, helle Wolle ohne starken Farbverlauf setzen. So lassen sich die einzelnen Maschen bei den ersten Zunahmen und beim Fersenaufbau besser erkennen.

Die Fußspitze anstricken: der richtige Start

Der Start ist der Teil, der sich bei einer klassischen Anleitung zum Sockenstricken für Anfänger am meisten unterscheidet, denn hier entsteht die Spitze aus dem Nichts. Am gebräuchlichsten ist der sogenannte „Judy's Magic Cast-On“, ein Anschlag, der zwei Nadeln gleichzeitig mit Maschen versieht und dabei eine geschlossene, glatte Rundung bildet.

  1. Fadenende und Knäuelfaden über den Daumen und Zeigefinger legen wie beim herkömmlichen Anschlag.
  2. Auf die untere Nadel eine bestimmte Anzahl Maschen aufnehmen, dann auf die obere Nadel dieselbe Anzahl.
  3. In der Folge rundstricken, wobei auf jeder Seite regelmäßig zugenommen wird, bis die gewünschte Maschenzahl für den Spann erreicht ist.

Wer den Magic Cast-On zu knifflig findet, kann alternativ den Turkish Cast-On nutzen, der nach dem gleichen Prinzip funktioniert, aber etwas einfacher zu merken ist. Beide Varianten ergeben eine feste, aber flexible Spitze ohne Naht.

Ferse und Fuß beim Toe-up stricken

Sobald die Spitze fertig ist, wird glatt rechts weitergestrickt, bis der Fuß etwa fünf bis sechs Zentimeter vor der Fersenlänge steht – am besten testet man das durch Anprobieren am eigenen Fuß. Danach folgt die Ferse, die beim Toe-up meist als Kurzreihenferse gearbeitet wird, häufig auch „German Short Row Heel“ genannt.

Dabei werden nur die Maschen der Fersenseite bestrickt, während die Spannmaschen ruhen. Reihe für Reihe wird eine Masche weniger einbezogen, dann in umgekehrter Richtung wieder aufgenommen, wodurch sich die typische Fersenrundung bildet. Der Vorteil gegenüber der klassischen Ferse ist, dass keine Maschen aufgenommen oder abgekettet werden müssen – es entsteht ein glatter, elastischer Übergang zum Beinteil.

Nach der Ferse wird wieder rundgestrickt, bis das Bein die gewünschte Länge erreicht hat. Wer mag, kann hier ein einfaches Rippenmuster wie 2 rechts, 2 links einarbeiten, damit die Socke später besser am Bein sitzt.

Der elastische Abschluss am Bündchen

Der letzte Schritt einer Toe-up-Socke ist der Abschluss oben am Bein – und genau hier liegt die zweite Besonderheit dieser Technik. Ein normales Abketten wäre zu unelastisch und würde beim Anziehen einschneiden. Stattdessen kommt ein dehnbares Verfahren zum Einsatz, meist das „Sewn Bind-off“ oder ein locker gestricktes elastisches Abketten.

Beim Sewn Bind-off wird ein langer Fadenrest mit einer Sticknadel durch jeweils zwei Maschen geführt, sodass eine Naht entsteht, die sich beim Dehnen mitbewegt. Alternativ funktioniert auch ein Abketten, bei dem jede Masche vor dem Abheben einmal umgeschlagen wird – das schafft zusätzliche Weite im Rand.

  • Fadenrest von etwa dreimal dem Bündchenumfang abmessen
  • Locker arbeiten, damit der Rand nicht einschnürt
  • Am Ende zur Kontrolle über die Hand oder den Fuß dehnen

Dieser Schritt entscheidet maßgeblich darüber, ob die fertige Socke bequem sitzt, weshalb er bei jeder kostenlosen Anleitung zum Toe-up-Sockenstricken besonders ausführlich beschrieben wird.

Fazit: Toe-up für Einsteiger gut geeignet

Die Toe-up-Methode ist für den Einstieg sogar oft praktischer als die klassische Richtung von oben nach unten, weil man Fußlänge und Bündchen direkt am eigenen Fuß kontrollieren kann. Wer sich einmal mit einem einfachen Anschlag, der Kurzreihenferse und dem elastischen Abschluss vertraut gemacht hat, kann diese Schritte für jede weitere Sockengröße übernehmen. Am besten übt man die einzelnen Techniken zunächst getrennt, etwa an einer kleinen Musterprobe, bevor die erste komplette Socke entsteht.

Über den Artikel

Autor
Anna Hoffmann Autor bei taeglichinformiert.de
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Kategorie
Stricken lernen