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Kategorie Stricken lernen

Schal stricken für Anfänger Anleitung

Diese Schal stricken für Anfänger Anleitung zeigt Schritt für Schritt, wie du mit einfachen Maschen deinen ersten eigenen Schal strickst.

Schal stricken für Anfänger Anleitung

Ein Schal ist das klassische erste Strickprojekt, weil er nur aus geraden Reihen besteht und keine komplizierte Form braucht: Du schlägst Maschen an, strickst Reihe für Reihe in einem einfachen Muster, bis das Stück lang genug ist, und kettest am Ende ab. Diese Schal stricken für Anfänger Anleitung führt dich genau durch diese Schritte, erklärt jeden Begriff und zeigt, worauf du bei Material, Maschenanschlag und Musterwahl achten solltest. Wer die absoluten Grundlagen des Strickens noch gar nicht kennt, findet einen kompletten Überblick im allgemeinen Ratgeber zum Stricken für Anfänger – hier geht es konkret nur um den Schal.

Welches Material brauchst du für deinen ersten Schal?

Für den Einstieg lohnt es sich, bei der Ausrüstung nicht zu sparsam, aber auch nicht zu kompliziert zu sein. Du brauchst im Kern nur drei Dinge: passende Nadeln, geeignetes Garn und eine Schere.

Bei den Nadeln empfiehlt sich für den ersten Versuch eine Nadelstärke zwischen 4,5 und 6 mm. Dickere Nadeln machen Maschen größer und damit leichter sichtbar, das Strickbild wächst schneller und Fehler fallen früher auf, bevor sich zu viele davon ansammeln. Zu dünne Nadeln (unter 3,5 mm) erschweren gerade am Anfang das Greifen der Maschen unnötig.

Beim Garn gilt eine ähnliche Regel: lieber etwas dicker und griffig als fein und glatt. Ein mittelstarkes bis dickes Wollgarn oder eine Wollmischung mit etwas Struktur lässt einzelne Maschen gut erkennen. Sehr glatte, glänzende oder stark gedrehte Garne rutschen leichter von der Nadel und sind für die ersten Versuche eher ungeeignet. Auf der Banderole des Garnknäuels steht meist eine empfohlene Nadelstärke – daran kannst du dich orientieren.

Für einen normal breiten, erwachsenen Schal (etwa 20 bis 25 cm breit, rund 150 bis 180 cm lang) brauchst du je nach Garnstärke ungefähr 300 bis 500 Gramm Wolle. Es ist sinnvoller, ein Knäuel zu viel zu kaufen als mittendrin ohne Garn dazustehen, zumal Farbchargen sich zwischen verschiedenen Produktionsläufen leicht unterscheiden können.

Zusätzlich hilfreich, aber nicht zwingend nötig:

  • Ein Maßband oder Lineal, um die Länge während des Strickens zu kontrollieren.
  • Eine stumpfe Sticknadel (Wollnadel) zum Vernähen der Fäden am Ende.
  • Maschenmarkierer, kleine Ringe, die man auf die Nadel schiebt, um sich Musterwiederholungen zu markieren.

Maschen anschlagen: der erste Schritt jeder Anleitung

Bevor überhaupt eine Reihe gestrickt werden kann, müssen die Maschen auf die Nadel gebracht werden – dieser Vorgang heißt Maschenanschlag. Für Anfänger eignet sich besonders der sogenannte Anschlag mit zwei Fäden (auch Kreuzanschlag oder italienischer Anschlag genannt), weil er einen stabilen, elastischen Rand ergibt, der sich nicht so leicht verzieht.

So gehst du vor:

  1. Lasse ein Fadenende von etwa einem Meter (je nach geplanter Maschenzahl) übrig, bevor du den Anschlag beginnst – daraus entstehen die Maschen.
  2. Lege eine Schlaufe um den Daumen und den Zeigefinger der linken Hand, sodass beide Fadenenden gehalten werden.
  3. Führe die Nadel von unten in die Schlaufe am Daumen ein, greife den Faden am Zeigefinger und ziehe ihn durch.
  4. Ziehe die neu entstandene Masche vorsichtig fest, aber nicht zu straff – sie muss noch locker auf der Nadel gleiten können.
  5. Wiederhole diesen Vorgang, bis die gewünschte Maschenzahl erreicht ist.

Wie viele Maschen du anschlägst, hängt von der gewünschten Breite und der Maschenprobe ab, also davon, wie viele Maschen pro Zentimeter mit deinem Garn und deiner Nadelstärke entstehen. Als grober Richtwert für einen mittelbreiten Schal mit mittelstarkem Garn reichen häufig zwischen 30 und 40 Maschen. Strickst du zur Probe zunächst ein kleines Quadrat und misst dessen Breite, kannst du die Maschenzahl für die gewünschte Schalbreite hochrechnen.

Ein häufiger Anfängerfehler ist, die Maschen beim Anschlagen zu fest zu ziehen. Der Anschlagrand wird dann steif und kürzer als der Rest des Schals, was das fertige Stück am unteren Rand einengt. Kontrolliere zwischendurch, ob sich die Nadelspitze noch leicht durch die letzte angeschlagene Masche schieben lässt – wenn nicht, war der Zug zu stark.

Die Grundtechnik: rechte Maschen stricken

Nach dem Anschlag folgt die eigentliche Stricktechnik. Für den allerersten Schal reicht ein einziges Muster völlig aus: das sogenannte kraus rechts oder Garnstrickmuster, bei dem in jeder Reihe – also auf der Vorder- und der Rückseite – ausschließlich rechte Maschen gestrickt werden. Das Ergebnis ist eine leicht geriffelte, dehnbare Struktur, die sich nicht einrollt und sich für Schals besonders gut eignet.

Die rechte Masche funktioniert so:

  1. Führe die rechte Nadel von vorne nach hinten durch die erste Masche auf der linken Nadel.
  2. Lege den Arbeitsfaden von hinten über die rechte Nadel.
  3. Ziehe die rechte Nadel mit dem neuen Faden durch die alte Masche nach vorne.
  4. Lass die alte Masche von der linken Nadel gleiten – auf der rechten Nadel ist jetzt eine neue Masche entstanden.

Diesen Ablauf wiederholst du, bis alle Maschen einer Reihe von der linken auf die rechte Nadel gewandert sind. Dann drehst du die Arbeit, nimmst die Nadel mit den Maschen in die linke Hand und beginnst die nächste Reihe – wieder ausschließlich mit rechten Maschen.

Ein paar praktische Hinweise für den Einstieg:

  • Halte die Fadenspannung locker und gleichmäßig, damit die Maschen weder zu eng noch zu ausgeleiert werden.
  • Zähle nach jeder Reihe die Maschen auf der Nadel – bleibt die Zahl konstant, hast du keine Masche verloren oder aus Versehen zugenommen.
  • Fällt eine Masche von der Nadel, lass sie nicht einfach ausfransen: Fange sie mit der Nadelspitze wieder ein, bevor sie sich weiter auftrennt.

Wer mag, kann nach ein paar geübten Zentimetern zu einem zweiten, ebenfalls einfachen Muster wechseln, etwa im Wechsel zwei Reihen rechts und zwei Reihen links (glatt rechts), um einen anderen Effekt zu erzielen. Für den ersten kompletten Schal ist das aber nicht nötig – Übung und ein gleichmäßiges Ergebnis zählen mehr als Musterabwechslung.

Schal fertigstellen: abketten, Fäden vernähen, Fransen

Hat der Schal die gewünschte Länge erreicht, muss er abgekettet werden, damit sich die Maschen nicht wieder auftrennen. Auch das Abketten sollte locker erfolgen, sonst zieht sich der obere Rand zusammen und wird enger als der Rest des Schals.

So funktioniert das lockere Abketten:

  1. Stricke die ersten beiden Maschen der letzten Reihe ganz normal rechts.
  2. Hebe die erste der beiden Maschen mit der linken Nadel über die zweite und lass sie von der Nadel fallen – auf der rechten Nadel bleibt eine Masche übrig.
  3. Stricke die nächste Masche dazu, sodass wieder zwei Maschen auf der rechten Nadel liegen, und wiederhole das Überheben.
  4. Führe dies fort, bis nur noch eine Masche übrig ist. Schneide den Faden mit ausreichend Abstand ab und ziehe ihn durch die letzte Masche, um sie zu sichern.

Anschließend werden die losen Fadenenden – am Anfang und am Ende des Schals – mit einer stumpfen Sticknadel einige Zentimeter entlang der Randmaschen ins Gestrick eingezogen und abgeschnitten. So verschwinden sie unsichtbar im Gewebe und lösen sich später nicht.

Wer dem Schal noch eine dekorative Kante geben möchte, kann an beiden Schmalseiten Fransen anbringen: Dafür schneidet man Garnstücke doppelt so lang wie die gewünschte Fransenlänge zu, zieht mehrere davon gebündelt mit einer Häkelnadel durch die Randmasche und zieht die Enden durch die entstandene Schlaufe fest. Für diesen letzten Schritt reicht bereits eine ganz einfache Häkelnadel, ohne dass Häkelkenntnisse nötig wären.

Wie geht es nach dem ersten Schal weiter?

Ist der erste Schal fertig, ist die Grundtechnik des Strickens im Grunde schon sitzen geblieben – rechte Maschen, Anschlag und Abketten bilden die Basis für fast jedes weitere Projekt. Ein logischer nächster Schritt ist eine Mütze stricken für Anfänger Anleitung, denn eine Mütze braucht dieselben Grundtechniken, kommt aber mit einer runden Form und dem Zunehmen beziehungsweise Abnehmen von Maschen dazu. Viele Mützen stricken Anleitungen für Anfänger arbeiten zusätzlich mit einem Bündchenmuster aus rechten und linken Maschen im Wechsel, das sich elastisch um den Kopf legt.

Wer nach Mütze und Schal Lust auf mehr bekommt, landet meist bei Socken – und damit bei der größten technischen Hürde für Einsteiger: der Ferse. Eine Ferse stricken Anleitung für Anfänger erklärt in der Regel zwei Grundvarianten, die sich in Form und Schwierigkeit unterscheiden. Besonders anfängerfreundlich ist dabei die sogenannte Käppchenferse: Eine Käppchenferse stricken Anleitung für Anfänger führt Schritt für Schritt durch das Stricken kurzer Reihen, die wie eine kleine Kappe um die Ferse herumgeformt werden, ohne dass Maschen aufgenommen werden müssen wie bei anderen Fersenarten. Das macht sie zu einem guten Einstieg in komplexere Formgebung.

Nicht jeder möchte nach dem Schal unbedingt beim Stricken bleiben – manche entdecken über die Handarbeit auch das Häkeln für sich. Eine Anleitung Häkeln für Anfänger unterscheidet sich technisch deutlich vom Stricken, weil nur eine einzige Nadel mit Haken statt zweier gerader Nadeln verwendet wird und die Maschen anders aufgebaut sind. Wer Grundtechniken wie Anschlag, gleichmäßige Spannung und das Lesen einer einfachen Anleitung bereits vom Schal her kennt, findet sich beim Häkeln aber schnell zurecht, da diese Grundfertigkeiten übertragbar sind.

Fazit

Ein Schal ist deshalb das ideale erste Strickprojekt, weil er ohne komplizierte Formgebung auskommt: passendes Garn und passende Nadeln wählen, Maschen locker anschlagen, in geraden Reihen rechte Maschen stricken und am Ende locker abketten – mehr braucht es für das erste fertige Stück nicht. Mit diesen vier Grundschritten lässt sich nicht nur ein Schal, sondern letztlich fast jedes weitere Strickprojekt angehen, von der Mütze über die Socke mit ihrer Ferse bis hin zu größeren Kleidungsstücken. Wer die Technik einmal sicher beherrscht, kann sich in kleinen Schritten an anspruchsvollere Muster und Formen herantasten, ohne von vorne anfangen zu müssen.

Über den Artikel

Autor
Sabine Neumann Autor bei taeglichinformiert.de
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Kategorie
Stricken lernen