Kategorie Schönheit und Styling
Hexe schminken: Anleitung für Anfänger
Diese Anleitung zum Hexe-Schminken für Anfänger zeigt Schritt für Schritt, wie du mit wenigen Produkten ein gruseliges Hexen-Make-up zauberst.
Eine gute Hexe-schminken-Anleitung für Anfänger braucht nur wenige Grundschritte: ein blasser oder grünlicher Teint, dunkel betonte Augen, hervorgehobene Wangenknochen und ein oder zwei gruselige Details wie eine aufgemalte Warze oder Falten reichen aus, um aus einem ganz normalen Gesicht in etwa 30 bis 45 Minuten eine überzeugende Hexe zu machen. Während die allgemeinen Grundlagen des Schminkens an anderer Stelle ausführlich erklärt werden, geht es hier ausschließlich um das Hexen-Make-up selbst – von der Produktliste bis zum letzten Detail.
Welche Produkte brauchst du für das Hexen-Make-up?
Bevor es losgeht, lohnt sich ein Blick auf die Materialliste. Als Anfänger musst du nicht gleich ein komplettes Profi-Sortiment kaufen – die meisten Effekte lassen sich mit einer überschaubaren Grundausstattung erzielen.
- Grundierung oder Foundation in einem sehr hellen Ton, wahlweise mit grünlichem oder grauem Unterton für den klassischen Hexen-Look
- Camouflage- oder Cremeschminke in Schwarz, Grün, Grau und Lila für Schatten und Akzente
- Loses Fixierpuder, damit die Schminke nicht verwischt
- Lidschatten-Palette mit dunklen und erdigen Tönen (Schwarz, Grau, Aubergine, Grün)
- Eyeliner und schwarzer Kajalstift für tiefe Augenkonturen
- Falsche Wimpern (optional, wirken aber sehr effektvoll)
- Dunkler Lippenstift in Schwarz, Lila oder Weinrot
- Modelliermasse oder Nasen- und Narbenwachs für Warzen und plastische Details
- Konturpuder oder dunkler Bronzer zum Ausarbeiten der Wangenknochen
- Ein feiner Pinsel für Linien und Details sowie ein Schwämmchen zum Auftragen der Grundierung
Wer keine Modelliermasse zur Hand hat, kann Warzen auch aus kleinen Kügelchen Toilettenpapier und Kleber formen – ein einfacher Trick, der für Anfänger völlig ausreicht.
Make-up Schritt für Schritt: Teint und Grundton auftragen
Der Teint ist die Basis jeder Hexe-schminken-Anleitung für Anfänger und entscheidet darüber, wie glaubwürdig der gesamte Look später wirkt. Am besten arbeitest du dich in dieser Reihenfolge vor:
- Gesicht reinigen und eincremen: Eine leichte, ölfreie Feuchtigkeitscreme sorgt dafür, dass die Schminke später nicht in trockenen Hautstellen hängen bleibt.
- Hellen Grundton auftragen: Trage die helle oder grünliche Grundierung mit einem feuchten Schwamm gleichmäßig über das gesamte Gesicht, den Hals und die Ohren auf. Vergiss die Übergänge zum Haaransatz nicht, damit keine sichtbare Kante entsteht.
- Schatten setzen: Mit einem dunkleren Grau- oder Grünton trägst du Schatten unter den Wangenknochen, an den Schläfen und seitlich der Nase auf. Das lässt das Gesicht eingefallener und knochiger wirken.
- Übergänge verblenden: Mit einem sauberen Schwamm oder Pinsel werden die Übergänge zwischen hell und dunkel weich verwischt, damit keine harten Kanten sichtbar bleiben.
- Fixieren: Ein Hauch loses Puder mit einem Puderpinsel einpudern, damit der Look den ganzen Abend über hält.
Diese Reihenfolge funktioniert wie jede klassische Make-up-Schritt-für-Schritt-Anleitung: erst die Fläche, dann die Struktur, zuletzt die Fixierung. Wer diesen Aufbau einmal verinnerlicht hat, kann ihn auch auf andere Kostüm-Make-ups übertragen.
Wie schminkt man Hexenaugen dramatisch, aber anfängertauglich?
Die Augen sind bei jedem Hexen-Make-up der ausdrucksstärkste Bereich. Für Anfänger empfiehlt sich ein Aufbau in Schichten, statt sofort mit dickem Eyeliner zu starten.
- Grundfarbe auftragen: Ein mattes Grau oder ein erdiges Violett wird als Basis über das gesamte bewegliche Lid bis knapp unter die Augenbraue aufgetragen.
- Falte betonen: Mit einem dunkleren Ton, etwa Schwarz oder tiefem Aubergine, wird die Lidfalte nachgezogen und nach außen leicht nach oben verlängert – das erzeugt den typischen „bösen“ Blick.
- Unterlid einarbeiten: Dieselbe dunkle Farbe wird mit einem kleinen Pinsel auch unter das Auge gezogen und verblendet, damit die Augen tiefer liegend wirken.
- Kajal und Eyeliner: Die Wasserlinie wird mit schwarzem Kajal ausgemalt, der äußere Lidstrich in einem spitzen, nach oben gezogenen Flick gezeichnet.
- Wimpern: Wer möchte, setzt zusätzlich dramatische falsche Wimpern, die den Blick noch intensiver machen.
- Augenbrauen: Mit einem Augenbrauenstift oder demselben schwarzen Lidschatten werden die Brauen kräftiger, schmaler und leicht nach oben gezogen nachgezeichnet – das verändert den Gesichtsausdruck oft mehr als jeder andere Schritt.
Ein häufiger Fehler bei der ersten eigenen Make-up-Anleitung für Anfänger ist, die Übergänge zu vernachlässigen. Nimm dir für das Verblenden bewusst Zeit – ein sauberer Verlauf macht optisch mehr her als kräftige, aber harte Farbflächen.
Warzen, Falten und Details: der letzte Feinschliff
Details entscheiden darüber, ob ein Kostüm-Make-up wie „geschminkt“ oder wie „echt gruselig“ wirkt. Für Anfänger eignen sich vor allem zwei Techniken, die schnell erlernbar sind und ohne teures Spezialmaterial auskommen.
Warzen anbringen
Eine kleine Kugel Modelliermasse oder Narbenwachs wird auf Nase, Kinn oder Wange gedrückt und mit den Fingern glatt an den Rändern verstrichen, sodass keine Kante zur Haut entsteht. Anschließend wird die Stelle mit demselben Grundton überschminkt wie das restliche Gesicht. Zum Schluss zeichnest du mit dunkler Farbe einen kleinen Schatten und mit hellem Highlighter einen winzigen Lichtpunkt auf die Warze – dieser Kontrast lässt sie dreidimensional wirken.
Falten und Risse aufmalen
Mit einem feinen Pinsel und dunkler Cremeschminke lassen sich um Augen, Mund und Stirn feine Linien ziehen, die an trockene, rissige Haut erinnern. Wichtig ist, die Linien dem natürlichen Verlauf der Mimikfalten zu folgen, statt sie willkürlich zu setzen – so wirken sie deutlich glaubwürdiger.
Lippen und letzter Schliff
Die Lippen werden mit einem dunklen Lippenstift in Schwarz, Lila oder Weinrot ausgemalt, die Konturen dabei bewusst etwas unregelmäßig gezogen, um einen leicht verzerrten Effekt zu erzeugen. Zum Abschluss lohnt sich ein Blick in einen größeren Spiegel oder ein Foto aus der Distanz: Aus der Nähe wirken viele Details stärker als sie auf ein paar Meter Entfernung tatsächlich sind.
Wer zusätzlich Haare, Perücke oder Kopfschmuck einsetzt, sollte diese erst nach dem Schminken aufsetzen, damit keine Schminke an den Haaren oder umgekehrt Haare im frischen Make-up landen.
Typische Anfängerfehler beim Hexen-Make-up vermeiden
Wer zum ersten Mal ein solches Kostüm-Make-up ausprobiert, tappt oft in dieselben Fallen. Diese lassen sich mit ein wenig Vorbereitung leicht umgehen.
- Zu wenig Zeit einplanen: Für ein detailliertes Hexen-Make-up solltest du mindestens 30 bis 45 Minuten einrechnen, bei Warzen und Falten eher eine Stunde.
- Produkte nicht vorher testen: Cremeschminke und Modelliermasse sollten idealerweise ein paar Tage vorher an einer kleinen Hautstelle getestet werden, um Unverträglichkeiten auszuschließen.
- Harte Kanten stehen lassen: Ungeblendete Übergänge zwischen hellem Teint und dunklen Schatten wirken schnell unfertig statt gruselig.
- Fixierung vergessen: Ohne Puder oder Fixierspray verwischt das Make-up besonders an warmen Abenden oder beim Feiern schnell.
- Zu viele Effekte gleichzeitig: Warzen, Narben, extreme Augen und aufwendige Farbverläufe auf einmal überfordern Anfänger oft. Ein bis zwei starke Details wirken meist eindrucksvoller als fünf halbfertige.
Bei empfindlicher Haut oder wenn Reizungen, Rötungen oder Juckreiz auftreten, sollte auf die betreffenden Produkte verzichtet und im Zweifel eine Hautärztin oder ein Hautarzt um Rat gefragt werden – das gilt besonders für Kinderhaut, bei der generell nur ausdrücklich als kindertauglich gekennzeichnete Schminke verwendet werden sollte.
Fazit
Ein überzeugendes Hexen-Make-up ist mit dieser Schminkanleitung für Anfänger keine Frage von Talent, sondern von Reihenfolge: heller Grundton, dunkle Schatten, dramatische Augen und ein oder zwei plastische Details wie Warze oder Falten. Wer sich an die Schritte hält, Übergänge sorgfältig verblendet und nicht zu viele Effekte gleichzeitig kombiniert, erzielt schon beim ersten Versuch ein Ergebnis, das sich auf jeder Halloween-Party oder Kostümfeier sehen lassen kann.
Über den Artikel
- Autor
- Sabine Neumann Autor bei taeglichinformiert.de
- Veröffentlicht
- Kategorie
- Schönheit und Styling