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Make-up für Anfänger: Vollständige Anleitung

Diese Make-up-Anleitung für Anfänger zeigt Schritt für Schritt, wie Grundierung, Augen, Lippen und Wangen gelingen, inklusive Pinsel-Tipps.

Make-up für Anfänger: Vollständige Anleitung

Wer zum ersten Mal vor einem vollen Kosmetikregal steht, fühlt sich schnell überfordert: Welche Farbe passt, welcher Pinsel gehört wohin, und in welcher Reihenfolge trägt man die Produkte überhaupt auf? Genau hier setzt eine gute Make-up Anleitung für Anfänger an, denn sie erklärt Schritt für Schritt, was wirklich wichtig ist – und was man sich zu Beginn sparen kann.

Make-up für Anfänger bezeichnet keinen bestimmten Produkttyp, sondern einen einfachen, nachvollziehbaren Ablauf: von der Hautvorbereitung über den Teint bis zu Augen, Lippen und Wangen. Dieser Artikel begleitet genau diesen Weg – praktisch, verständlich und ohne Fachjargon, der niemandem weiterhilft.

Die richtige Grundausstattung für den Einstieg

Bevor es an die Technik geht, lohnt sich ein Blick auf die Ausstattung. Anfänger brauchen keine zwanzig Produkte, sondern eine kleine, sinnvoll zusammengestellte Auswahl, mit der sich fast jeder Look umsetzen lässt.

  • Pflege und Basis: Feuchtigkeitscreme und ein Primer (eine Grundierung, die die Haut glättet und Make-up länger haltbar macht).
  • Teint: Foundation oder eine leichtere BB-Creme, ein Concealer (Abdeckstift) sowie loses oder gepresstes Puder.
  • Augen: eine neutrale Lidschatten-Palette mit hellen, mittleren und dunklen Brauntönen, ein Eyeliner, Mascara und ein Augenbrauenstift oder eine Augenbrauen-Seife.
  • Farbe fürs Gesicht: ein Rouge in einem natürlichen Rosa- oder Pfirsichton und ein Lippenstift oder getönter Lippenbalsam.
  • Werkzeuge: ein Make-up-Schwamm, ein Foundationpinsel, ein Puderpinsel, ein bis zwei Lidschattenpinsel und ein Rougepinsel.

Am Anfang ist Qualität wichtiger als Menge. Ein gutes Foundation-Pinsel-Set und ein zuverlässiger Concealer bringen oft mehr als zehn Lidschattenpaletten, die kaum benutzt werden. Wer unsicher ist, greift zu Produkten mit neutralen, gut kombinierbaren Farben, bevor kräftige Trendtöne dazukommen.

Die Haut vorbereiten: der oft unterschätzte erste Schritt

Jede Make-up-Anleitung für Anfänger beginnt nicht bei der Farbe, sondern bei der Haut. Ein gepflegtes Gesicht ist die Grundlage dafür, dass Foundation und Concealer später gleichmäßig aussehen und länger halten.

Der Ablauf ist einfach: Zuerst wird das Gesicht mit einem milden Reinigungsprodukt gesäubert, um Schmutz, Hautfett und Reste von Vortagesmake-up zu entfernen. Danach folgt bei Bedarf ein Gesichtswasser, anschließend eine Feuchtigkeitscreme, die einige Minuten einziehen sollte, bevor es weitergeht. Diese Wartezeit wird gern übersprungen, ist aber wichtig, damit das Make-up nicht auf einer noch feuchten, glänzenden Schicht "verrutscht".

Ein Primer ist optional, aber besonders bei fettiger Haut oder sichtbaren Poren hilfreich: Er sorgt für eine ebenere Oberfläche und verlängert die Haltbarkeit des Make-ups deutlich. Wer zusätzlich Sonnenschutz verwenden möchte, trägt diesen vor dem Primer auf.

Bei anhaltenden Hautproblemen wie starker Akne, Rötungen oder Reizungen helfen allgemeine Pflegetipps nur begrenzt. In solchen Fällen ist der Weg zu einer Hautärztin oder einem Hautarzt sinnvoller als das Ausprobieren immer neuer Kosmetikprodukte.

Foundation, Concealer und Puder: ein ebenmäßiger Teint

Der Teint ist das Fundament jedes Looks – daher der Name Foundation. Für Anfänger empfiehlt sich, die passende Farbe zunächst am Kieferknochen zu testen, nicht am Handrücken, da dieser oft eine andere Farbe hat als das Gesicht.

Die Foundation wird in kleinen Mengen aufgetragen und mit einem leicht angefeuchteten Schwamm oder einem Pinsel von innen nach außen eingearbeitet. Weniger ist mehr: Lieber zwei dünne Schichten auftragen als eine dicke, die unnatürlich wirkt und schneller Fältchen betont.

Der Concealer kommt danach zum Einsatz, gezielt dort, wo mehr Abdeckung nötig ist – unter den Augen, auf Rötungen oder einzelnen Unreinheiten. Unter den Augen hilft es, den Concealer in Form eines Dreiecks aufzutragen und die Kanten sanft auszutupfen, statt ihn stark einzureiben.

Zum Abschluss wird mit einem Puderpinsel etwas transparentes Puder aufgetragen, vor allem in der T-Zone (Stirn, Nase, Kinn), wo die Haut meist am schnellsten glänzt. Das fixiert den Teint und verlängert die Haltbarkeit, ohne das Gesicht mattierter aussehen zu lassen, als gewünscht.

Augen schminken: Lidschatten, Eyeliner und Wimpern für Einsteiger

Beim Augen-Make-up lohnt sich der Einstieg mit einer einfachen, dreiteiligen Technik, die mit fast jeder neutralen Palette funktioniert. Ein mittlerer Braunton wird in die Lidfalte gelegt und dort gut verblendet, ein heller, schimmernder Ton kommt auf das bewegliche Lid, und ein etwas dunklerer Ton betont den äußeren Augenwinkel.

Wichtig ist das Verblenden: Übergänge zwischen den Farben werden mit einem sauberen Pinsel in kreisenden Bewegungen weichgezeichnet, damit keine harten Kanten entstehen. Das ist der Schritt, der über "geschminkt" oder "professionell aussehend" entscheidet.

Für den Eyeliner reicht am Anfang eine dünne Linie so nah wie möglich an den Wimpern, statt gleich einen dicken Cat-Eye-Strich zu versuchen. Ein Kajalstift lässt sich leichter kontrollieren als flüssiger Liner und verzeiht kleine Unsicherheiten besser.

Vor der Mascara werden die Wimpern kurz mit einer Wimpernzange gebogen. Die Mascara wird dann vom Ansatz bis zur Spitze in kleinen Zickzack-Bewegungen aufgetragen, damit jede Wimper einzeln erfasst wird und keine Klümpchen entstehen. Wer möchte, wiederholt den Schritt nach kurzem Trocknen für mehr Volumen.

Augenbrauen richtig formen und ausfüllen

Augenbrauen rahmen das gesamte Gesicht und verändern den Ausdruck stärker, als viele Anfänger zunächst glauben. Der erste Schritt ist immer, die Brauen mit einer kleinen Bürste nach oben und außen zu kämmen, um zu sehen, wo tatsächlich Lücken bestehen.

Mit einem spitzen Augenbrauenstift oder Pulver werden nur die dünneren Stellen in kurzen, haarähnlichen Strichen aufgefüllt – niemals eine durchgezogene, harte Linie, da diese schnell künstlich wirkt. Die natürliche Form der eigenen Brauen bleibt dabei die beste Vorlage; sie komplett neu zu zeichnen, ist selten nötig und für den Anfang schwer zu kontrollieren.

Am Ende hilft ein durchsichtiges oder leicht getöntes Augenbrauen-Gel, die Haare in Form zu fixieren, ähnlich wie ein Wimperngel für die Brauen. Das sorgt dafür, dass der Look auch nach Stunden noch ordentlich aussieht.

Lippen und Wangen: Farbe für ein frisches Gesicht

Rouge und Lippenfarbe entscheiden oft darüber, ob ein Make-up frisch oder blass wirkt. Für Rouge gilt: ein Lächeln hilft, die "Apfelbäckchen" zu finden – dort, wo die Wange beim Lächeln am höchsten liegt. Die Farbe wird von dort in Richtung Schläfen ausgeblendet, nie in Richtung Nase, da das das Gesicht optisch verbreitert.

Bei den Lippen macht ein farblich passender Lippenkonturenstift den Übergang zur Haut sauberer und verhindert, dass Lippenstift ausblutet. Für den Alltag eignen sich Anfängern gedeckte, natürliche Töne, während kräftige Rot- oder Beerentöne für besondere Anlässe aufgehoben werden können.

Ein sparsam eingesetzter Highlighter auf den Wangenknochen, dem Nasenrücken und dem Amorbogen der Oberlippe setzt dezente Lichtpunkte und lässt das Gesicht wacher wirken. Auch hier gilt: eine kleine Menge reicht, mehr lässt sich bei Bedarf ergänzen, zu viel aber nur schwer wieder entfernen.

Make-up Schritt für Schritt: die komplette Reihenfolge im Überblick

Wer die einzelnen Techniken kennt, braucht noch eine klare Reihenfolge, damit am Ende alles zusammenpasst. Diese Make-up Schritt für Schritt Anleitung lässt sich als Grundgerüst für fast jeden Alltagslook verwenden:

  1. Gesicht reinigen und mit Feuchtigkeitscreme pflegen.
  2. Primer auftragen und kurz einziehen lassen.
  3. Concealer oder Farbkorrektur bei Bedarf punktuell auftragen.
  4. Foundation in dünnen Schichten einarbeiten.
  5. Mit Puder fixieren, vor allem in der T-Zone.
  6. Augenbrauen kämmen und auffüllen.
  7. Lidschatten, Eyeliner und Mascara auftragen.
  8. Optional konturieren oder bräunen mit Bronzer.
  9. Rouge auf die Wangen auftragen und ausblenden.
  10. Highlighter dezent auf die Höhepunkte des Gesichts setzen.
  11. Lippen konturieren und Lippenfarbe auftragen.
  12. Bei Bedarf mit einem Fixierspray abschließen.

Diese Reihenfolge ist keine starre Regel, sondern eine bewährte Struktur. Wer zum Beispiel lieber zuerst die Augen schminkt und danach den Teint korrigiert, kann das ebenso tun – wichtig ist nur, dass Teintprodukte immer vor der Fixierung kommen und farbige Produkte am Ende, damit nichts verwischt.

Kreatives Schminken: Hexe schminken als Beispiel für besondere Anlässe

Neben dem Alltagslook stellt sich für Feste wie Halloween oder Karneval oft die Frage nach einer Hexe-schminken-Anleitung für Anfänger. Die gute Nachricht: Die Grundtechniken sind dieselben wie beim normalen Schminken, nur mit mutigeren Farben und zusätzlichen Effekten.

Der Ablauf orientiert sich am gleichen Prinzip wie jede andere Schminkanleitung für Anfänger:

  • Basis: Primer und eine helle oder leicht grünlich getönte Foundation legen die Grundlage für einen blassen, unheimlichen Teint. Wer es dezenter mag, bleibt bei der eigenen Hautfarbe und setzt nur an Augen und Lippen Akzente.
  • Augen: Dunkle, verrauchte Lidschattentöne in Grau, Grün oder Violett werden großflächig aufgetragen und stark verblendet. Ein ausgeprägter Eyeliner-Flügel und dunkler Kajal am unteren Wimpernkranz verstärken den dramatischen Ausdruck.
  • Details: Mit einem dünnen Kajalstift oder wasserfester Farbe lassen sich feine Linien für Falten, Warzen oder Adern andeuten – sparsam eingesetzt wirken sie überzeugender als flächendeckende Effekte.
  • Lippen: Ein dunkler, oft violett- oder schwarzgetönter Lippenstift rundet den Look ab.

Auch bei diesem Anlassschminken gilt: Primer sorgt für Haltbarkeit, dünne Schichten lassen sich besser korrigieren als eine einzige dicke, und am Ende hilft ein Fixierspray dabei, dass der Look den ganzen Abend übersteht. Wer unsicher ist, probiert die Technik vorab in Ruhe aus, statt sie erst kurz vor dem Fest zu testen.

Häufige Fehler vermeiden und Make-up richtig entfernen

Die meisten Anfängerfehler lassen sich mit etwas Wissen leicht vermeiden. Zu den häufigsten gehören:

  • Eine Foundation-Farbe, die am Kieferansatz nicht getestet wurde und dadurch zu hell oder zu dunkel wirkt.
  • Zu viel Produkt auf einmal, was schnell schwer und unnatürlich aussieht.
  • Fehlende Übergänge beim Lidschatten, die sichtbare Kanten hinterlassen.
  • Vergessene Pflege vor dem Schminken, wodurch das Make-up ungleichmäßig auf trockenen Stellen aufliegt.
  • Alte, ausgetrocknete Mascara, die Klümpchen bildet, statt die Wimpern zu betonen.

Ebenso wichtig wie das Auftragen ist das Entfernen. Make-up sollte abends immer gründlich entfernt werden, idealerweise mit Mizellenwasser oder einem Reinigungsöl, gefolgt von einer milden Gesichtsreinigung, um auch die letzten Rückstände zu lösen. Danach hilft eine Feuchtigkeitscreme, die Haut über Nacht zu beruhigen.

Wer regelmäßig Hautirritationen, Pickel oder Unverträglichkeiten nach dem Schminken bemerkt, sollte das nicht auf eigene Faust mit immer neuen Produkten lösen, sondern mit einer Hautärztin oder einem Hautarzt besprechen, welche Inhaltsstoffe die Haut vertragen.

Häufig gestellte Fragen

Wie lange dauert es, Make-up als Anfänger zu lernen?

Die grundlegenden Schritte lassen sich meist innerhalb einiger Wochen regelmäßiger Übung sicher beherrschen. Feinheiten wie perfektes Verblenden oder ein exakter Eyeliner-Flügel entwickeln sich erst mit mehr Übung und Erfahrung mit den eigenen Gesichtszügen.

In welcher Reihenfolge sollte man sich schminken?

Bewährt hat sich die Reihenfolge Pflege, Primer, Concealer, Foundation, Puder, Augenbrauen, Augen-Make-up, Rouge, Highlighter und zuletzt die Lippen. Diese Struktur verhindert, dass fertige Bereiche beim Auftragen weiterer Produkte wieder verwischt werden.

Was braucht man als Anfänger unbedingt für Make-up?

Unverzichtbar sind eine passende Foundation oder BB-Creme, ein Concealer, Mascara, ein neutraler Lidschatten, ein Rouge und ein Lippenprodukt, ergänzt durch einen Schwamm und wenige Pinsel. Alles Weitere lässt sich nach und nach ergänzen, sobald die Grundlagen sicher sitzen.

Wie finde ich die richtige Foundation-Farbe?

Am zuverlässigsten testet man mehrere Farbtöne als Streifen am Kieferknochen im Tageslicht, da dieser Bereich Gesicht und Hals farblich verbindet. Der Ton, der im Licht optisch "verschwindet" und keinen sichtbaren Rand zeigt, passt in der Regel am besten.

Wie schminkt man sich als Hexe, wenn man Anfänger ist?

Man beginnt mit einer hellen oder normalen Foundation als Basis, trägt dunkle, gut verblendete Lidschattentöne auf, zieht einen betonten Eyeliner und ergänzt bei Bedarf feine Linien für Falten oder Warzen sowie einen dunklen Lippenstift. Die Technik entspricht dabei der üblichen Schminkanleitung, nur mit intensiveren Farben und Effekten.

Wie entfernt man Make-up richtig?

Am besten löst man Make-up zunächst mit Mizellenwasser oder einem Reinigungsöl und reinigt das Gesicht danach zusätzlich mit einem milden Reinigungsprodukt. Anschließend sorgt eine Feuchtigkeitscreme dafür, dass die Haut über Nacht nicht austrocknet.

Fazit

Make-up für Anfänger wirkt zu Beginn komplizierter, als es tatsächlich ist, sobald die Reihenfolge und die grundlegenden Techniken einmal sitzen. Eine gepflegte Haut, dünne, aufgebaute Schichten und sorgfältiges Verblenden bringen bereits deutlich bessere Ergebnisse als teure Produkte allein. Am wichtigsten ist geduldiges Üben vor dem Spiegel: Mit jedem Versuch werden Handgriffe wie das Verblenden von Lidschatten oder das Ziehen eines Eyeliners selbstverständlicher, egal ob es um den Alltagslook oder ein aufwendigeres Anlassschminken geht.

Über den Artikel

Autor
Miriam Vogel Autor bei taeglichinformiert.de
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Kategorie
Schönheit und Styling